Mein neues Notebook

September 13, 2007 Kommentare deaktiviert | Dieser Artikel wurde 130 x aufgerufen.
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Toshiba - Notebook Bis ich soweit war, dass ich dieses schnucklige Teil auf meinem Schreibtisch stehen (oder liegen?) hatte, dauerte es eine ganze Weile. Meine Frau war am Ende soweit, dass sie mich sogar ein bisschen dazu überredete, das Notebook überhaupt vor der Zeit, zu der wir diese Investition eigentlich geplant hatten, zu kaufen. Hier also nun die Geschichte eines Notebook-Kaufs in Deutschland anno domini 2007.

Es gibt das Internet und da schaut man natürlich zuerst nach. Keine Ahnung, welches Notebook gerade so angesagt sein könnte. Eine vage Vorstellung vielleicht – mehr hatte ich nicht. Zunächst einmal machte ich die Feststellung, dass offenbar alle Angebote mit dem doch eigentlich von mir gar nicht gewünschten Vista-Betriebssystem ausgestattet sind. Es gibt kein XP mehr? Jedenfalls auf keinem der Notebooks, die ich mir angesehen habe — und das waren eine Menge!

Im Internet habe ich mich also orientiert. Viel kam nicht dabei heraus. Irgendwie muss man das Ding doch anfassen und sehen, was das Display zeigt. Im Ort gibt es einen “MediMax“. Die haben nix mit dem Media-Markt zu tun. Dort gibt’s natürlich auch Notebooks. Das Angebot war umfangreich. Präsentiert wurden an die 20 Geräte in verschiedenen Preislagen. Von ungefähr 600 bis fast 2000 Euro. Damit war die Spannweite meiner Vorstellungen auch hinreichend abgedeckt. Alles, was über 1000 Euro kostete, schied schon mal von vornherein aus. Ich würde sagen, dass das Angebot wirklich völlig in Ordnung war. Übrigens hatte ich vorher noch den Rat eines wirklichen Experten eingeholt. Kennt jeder, hat jeder in seinem Bekanntenkreis. Ich sollte vielleicht darauf achten, dass ich ein Fabrikat kaufe, das mit einer soliden Verarbeitung aufwartet. IBM, HP und so kämen da in Frage. Für IBM habe ich nicht genug Geld, und bei HP bin ich mir über deren Preisniveau nicht im Klaren. Schon egal. Ich stand im Laden und betrachtete die Angebote. Ein Gerät nach dem anderen schaltete ich an. Beeindruckende Displays. Gerade vor einem Jahr habe ich mir einen 19″ TFT-Monitor zugelegt. Der ist qualitativ überhaupt nicht vergleichbar mit den Dingern, die mich hier schwer beeindrucken.

Ein forscher junger Verkäufer trat an uns heran und wollte wissen, ob er etwas für uns tun könne. Ich schilderte ihm kurz mein Anliegen. Es gab ein ACER-Gerät, das laut einem Angebot auch bei “MediMax” zum Preis von 799 Euro angeboten wurde. In der Woche vor meinem Urlaub hatten wir das noch so gerade mitbekommen. Das war leider nicht vorhanden. Angeblich war es ausverkauft. Es gab ein ASUS-Notebook, das weit mehr zu bieten hatte (meinte er) und das nur 699 Euro kosten sollte. Er würde mir allerdings zu diesem HP Notebook raten. Das wäre zwar teurer (899 Euro), hätte dafür allerdings auch sehr viel mehr Leistung zu bieten. Bingo! Das wär’s. Aber nix überstürzen. Meine Frau ermahnte mich (wieder einmal zu Recht), doch erst noch ein paar andere Angebote zu prüfen.

Gesagt getan: Wir fuhren also nach Köln. Im Einkaufszentrum an der Aachener Straße ist ein SATURN – Markt zu finden. Dort haben wir schon häufig gekauft und gute Erfahrungen (auch mit den Verkäuferinnen und Verkäufern) gemacht. Zuerst kaufte ich dort mal schnell eine neue AGP – Grafikkarte für meinen “hops gegangenen” PC. Die Kosten für diese Investition hielten sich im Rahmen. Die Qualität ist — na ja…

Ich war gespannt auf das Angebot an Notebooks. Enttäuscht wurde ich nicht. Es gab dort noch ein paar mehr Geräte zur Auswahl, als bei unserem ortsansässigen Bedburger “MediMax”. Nur leider war zunächst kein Verkäufer ansprechbar. Wir haben ungefähr eine halbe Stunde gewartet. Ja wirklich. Wenn ich etwas will, dann kommen manchmal sogar Tugenden zum Vorschein, die längere Zeit hindurch verschüttet schienen. Vorher hatte ich ja auch beim Handy-Shop bereits lauthals meinem Ärger Luft gemacht. Nach nur einem halben Jahr war mein Ladegerät im Eimer. Angeblich hätte dieses, so der freundliche Herr im Handy-Shop, nur 1/2 Jahr Garantie. Meines Erachtens stimmt das nicht. Die gesetzliche Gewährleistung beträgt, soweit ich das weiß, grundsätzlich 2 Jahre. Oder? Jedenfalls hatte ich soooo einen Hals.

Zurück zum Notebook. Zwei Geräte hatten es mir angetan. Eines mit einem 17″ Monitor und eines von HP. Es war das gleiche Geräte, wie das, was ich im “MediMax” gesehen hatte. Nur sollte es 999,- Euro kosten. Endlich kam ein Verkäufer. Ich bat ihn, mir die Vor- und Nachteile der beiden Geräte zu erläutern, für die ich mich interessierte. Er empfahl mir nachdrücklich das HP – Notebook. Das andere machte er regelrecht nieder. Es seien verstärkt Ausfälle zu beklagen. Die Qualität dieser Marke habe sich stark verschlechtert. Ok. HP sollte es also sein. Ich wies ihn darauf hin, dass ich dieses Gerät (2048 MB Hauptspeicher, 160 GB S-Ata Festplatte, 1,8Ghz Prozessor von AMD, Dual Core u.s.w.) für 899 Euro gesehen habe — im “MediMax”. Das könne nicht sein! Wie heißt es immer bei Praktiker? “Geht nicht, gibt’s nicht!” — eben!

Da rief der doch wirklich in Bedburg an und fragte nach dem Preis für das Gerät. Wir hätten es zum gleichen Preis bekommen. Die Bedburger erklärten allerdings, dass dieses Gerät dort gar nicht geführt würde. Hmmm. Nachher habe ich gesehen, dass der einzige Unterschied (der 100 Euro ausmachte) darin bestand, dass das Gerät im SATURN einen Intel Pentium Prozessor enthielt. War aber an sich ja kein Problem. Ich wusste nun, was zu tun war. Wir fuhren also wieder nach Bedburg zurück. Ich war frohen Mutes, bald ein neues Notebook zu besitzen.

Der junge Mann war erfreut uns wieder zu sehen. Vermutlich hatte er damit nicht gerechnet. Meine Frau und ich denken, dass wir zu den heute seltenen Kunden gehören, die verhältnismäßig unkompliziert sind und die sich eigentlich jeder Verkäufer wünschen würde. Soviel zu Theorie! Jedenfalls erklärte ich meine Bereitschaft, das HP-Notebook zu kaufen. Die Freude beruhte natürlich auf Gegenseitigkeit. Jedenfalls für ungefähr 5 Minuten. Danach war klar, dass das Gerät nicht mehr vorrätig war. Aber es gab ja noch das Ausstellungsstück. Das wollte er mir auch gerne verkaufen. Allerdings sei trotz dieser Tatsache kein Preisnachlass drin. Ein Ausstellungsstück zum regulären Preis? Nee! Vielleicht fallen nach ein paar Wochen die Tasten raus, weil die Tester wild drauf herumgeklimpert haben. Es blieb dabei. 10 Euro wollte er uns nachlassen. Das war sein letztes Wort oder die kleinere Version dieses Notebooks. Davon waren noch 2 Stück am Lager. Nur 1048 GB Hauptspeicher und 120 GB Festplatte. Vergiss es!

Wir können ja morgen noch mal nach Frechen fahren. Da gibt es noch den MEDIA MARKT und SNOGARD. Scheiße! Ich wollte ihn — jetzt, nicht morgen. In Grevenbroich (ja genau – die Horst – Schlämmer – Stadt) gibt es doch auch einen “MediMax”. Na klar! Also, auf nach Grevenbroich. Sind doch nur 15 Kilometer. Bisher waren wir an diesem Nachmittag schließlich nur ungefähr 130 Kilometer gefahren, für mein Notebook. Die fahre ich (einfach) auch zur Arbeit. Und das beinahe täglich.

Gegen 19.00 Uhr waren wir in Grevenbroich. Der Bedburger “MediMax” hat bis 20.00 Uhr geöffnet. Also sollten wir genug Zeit haben. Von wegen! In der Köns-Galerie bereitete man sich bereits auf den Feierabend vor. Auch im “MediMax”. Seltsam. Sollte der Ladenschluss nicht vorteilhaft für den Verbraucher sein? Aber — jede Menge Geräte — auch hier. Aber wieder andere als in Bedburg, ganz andere sogar. Ein HP – Gerät war darunter. Leider allerdings mit einem 17″ Display und natürlich entsprechend teurer. Ich wollte nicht mehr als 1000 Euro ausgeben. Also fuhren wir wieder nach Hause. Ich war leicht gefrustet. Hätten wir doch bloß nicht im SATURN in Köln schon die Tasche für das neue Notebook gekauft. Jetzt haben wir eine Tasche und kein Gerät. Ist doch irgendwie blöd!!

Meine Frau hat ein Händchen dafür, mich in solchen schlimmen Lebenslagen wieder aufzubauen. “Morgen fahren wir nach Frechen”. Da ist doch der “MEDIA MARKT”. Der hat garantiert eine Menge Notebooks, die in Frage kommen. Ja und außerdem gibt’s da ja auch noch Snogard. Da kann man ja auch noch mal gucken.

Wir fuhren also gestern nach Frechen. Und — was war? Das Angebot des “MEDIA MARKT” bestand in Notebooks, die zu mehr als 50 % deutlich mehr als 1000 Euro kosteten. Vermutlich ist das Einkommensniveau in Frechen höher als in Bedburg. Keine Ahnung. Jedenfalls war ich sehr enttäuscht. Ein großes Angebot, aber kein Gerät entsprach meinen Vorstellungen. Wir fuhren also weiter und stießen (zufällig) auf die Frechener Filiale des “MediMax”. Im Geschäft war nicht allzu viel los. Das war schon mal angenehm. Sofort fand sich ein Verkäufer. Ein sympathischer dazu. Das sind wichtige Kriterien für Landeier wie uns. Dort fand ich also mein Notebook. In etwa 20 Minuten (geschätzt) war der Deal perfekt und wir schon wieder zur Eingangstür hinaus.

Was ist nun die Moral von der Geschichte? Es gibt Leute, die machen sich das Leben wirklich schwerer als nötig. Erstens sollte man nicht negativ über das eigene Warenangebot sprechen. Der Schuss kann schnell nach hinten los gehen. Ich erwähnte den deutlichen Hinweis des Verkäufers, dass das Geräte, für das ich mich interessierte, qualitativ nicht zu empfehlen wäre. In einem anderen Geschäft fragte ich dann auch nach der betreffenden Marke. Dort wusste man von den “Erfahrungen” des Kollegen überhaupt nichts. Das machte schon mal einen schlechten Eindruck. Wenn der Verkäufer dann auch noch so tut, als habe der Kunde ja sowieso keine Ahnung, dann ist das, gelinde gesagt, nicht besonders glücklich. Und wenn man dann nicht
Willens oder in der Lage ist, für ein Ausstellungsstück einen adäquaten Preisnachlass zu gewähren, macht das ebenso keinen guten Eindruck.

Jetzt bin ich (jedenfalls bis zum ersten Problem) glücklich darüber, dass ich dieses wunderbare Notebook gekauft habe. Zwei Artikel (diesen nicht!) habe ich damit verfasst. Wunderbar fand ich, wie einfach die Einbindung ins Internet damit vonstatten ging. Ich habe leider keine W-Lan – Verbindung. Deshalb habe ich mir einfach ein Netzwerkkabel gekauft und es gestern Nachmittag mit dem Router verbunden. Es klappte sofort. So liebe ich das.

 

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