Hunderttausende leiden an Alzheimer – und mit ihnen ihre Familien. Das las ich eben auf der Website des ZDF. 70 % der betroffenen Menschen werden zuhause gepflegt. Die Menschen, die ihre Pflege übernehmen, erhalten vom Staat jährlich wegen “eingeschränkter Alltagskompetenz” der Kranken gerade mal 460 Euro. Gott sei Dank haben die Parteien erkannt, dass dieser Wert viel zu gering ist. Deshalb wird er nun auf 2.400 Euro aufgestockt.
Müsste man beispielsweise ein erkranktes Familienmitglied vorübergehend ambulant betreuen lassen, so liegt der Satz für diese Leistung bei 80,- Euro je Tag. Viel Spielraum bleibt also auch mit dem erhöhten Satz nicht.
Mich beschäftigt in diesem Zusammenhang noch ein anderer Gedanke. Immer wieder habe ich gehört und gelesen, dass die Restriktionen nach den Beratungen diverser
Scheinbar empfinden wir es schon als normal, dass, wenn die Kasse stimmt, alles hingenommen wird. Schließlich könnte dabei ja auch für uns etwas abfallen. Anstatt gewissen Kräften in unserer Gesellschaft weitere Freiräume für Gentechnik zu verschaffen, sollte dieser Staat sich lieber darum bemühen, den Menschen, die von dieser Krankheit betroffen sind und deren Familien, mehr finanzielle Unterstützung zuteil werden zu lassen. Das Argument, dass man mittels Gentechnik vielleicht irgendwann einmal diese schreckliche Krankheit überwinden könnte, überzeugt mich jedenfalls nicht. Bzw. ich bin nicht bereit, für diese vage Hoffnung Positionen aufzugeben, die in Deutschland über Jahre Bestand gehabt haben. Aber was zählt schon die Meinung eines Einzelnen, nicht wahr?
Mehrheitsverhältnisse in der Fotostrecke
Datenschutz vor Missbrauchsbekämpfung?








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