Führen mit Zielvereinbarungen (2) – Bei Mord kein Weihnachtsgeld

Wo ich gerade beim Militär war! Im Handelsblatt wurde eben ein Artikel veröffentlicht, der mich direkt neugierig machte:

Bei Mord wird das Weihnachtsgeld gestrichen

[...]Allein am 16. September blieben nach mehreren massiven Blackwater Schießereien in Bagdad nach irakischen Angaben 17 Tote und 24 Verletzte zurück. [...]

Man hat ja von den Gräueltaten der Privatarmisten, die von den Amis u.a. im Irak eingesetzt werden, schon häufig gehört. Man will dem gern Einhalt gebieten. Verzichten kann man auf die Killer offenbar, wie es aussieht, nicht. So versucht man nun, die Übergriffe zu verhindert, in dem man entsprechende Anreizsysteme schafft. Man kennt sowas ja aus anderen Bereichen.

Wer also ab jetzt einen Mord begeht, dem wird das Weihnachtsgeld gestrichen.

Eine US-Abgeordnete fragte:

Warum beschäftigen wir eine so rücksichtslose Gruppe von Leuten, wenn unsere Soldaten den Hass ernten, den die Profiteure des Krieges sähen?

Wie naiv manche Leute doch sind. Privatisierung ist doch bekanntlich gerade vor dem Hintergrund einer Globalisierung des Krieges eine effiziente Möglichkeit, Kosten zu senken. Solche Potenziale sind selbstverständlich unbedingt zu erschließen. Wer, wenn nicht die Amerikaner, als das Land mit den engsten Beziehungen zum Kapitalismus, sollte denn sonst derlei Selbstverständlichkeiten in die Praxis umsetzen?

Handelsblatt: Bei Mord wird das Weihnachtsgeld gestrichen