Mit Linux anfreunden!! (?)
Warum sollte ich mich nicht endlich mit Linux anfreunden? Noch dazu, wo ich doch kürzlich noch so positive Erfahrungen durch die Rettung meiner Windows-Daten via Live-CD
Kurz vor meinem Urlaub, genauer gesagt 1 Tag vor unserem Abflug, hatte mein PC ein ziemliches Problem. Manchem wird das angesichts des bevorstehenden Urlaubs unverständlich sein: Das Ding musste wieder laufen und zwar noch vor dem Urlaub. Das gehört so. Also packte ich die Kiste zusammen und fuhr zu einem Freund. Wir fanden nach Stunden heraus, dass zwei Dinge unglücklicherweise zusammenkamen. Zum einen war die
Das war noch relativ easy, obwohl wir selbst das natürlich erst einmal herausfinden mussten. Die Ersatzgrafikkarte brachte Licht ins Dunkel. Leider wars damit aber nicht getan. Die
Die Datensicherung musste her. Die hatte ich. Nicht ganz aktuell aber immerhin nur ungefähr 2-3 Wochen alt. Hätte ich diese mit dem Programm "Drive Backup" von Paragon gemacht, so hätte ich jetzt kein Problem. Aber ich musste ja mal wieder etwas Neues ausprobieren. Paragon Drive Copy 2007 hieß die Alternative. Leider hatte ich mich nicht eingelesen und so hatte ich nun auf meinem USB-Laufwerk eine komplette Kopie meiner Festplatten, also u.a. auch die der defekten C-Partition, wusste jedoch nicht, wie ich jetzt diese Daten auf die neu formatierte Festplatte kriegen sollte.
Also habe ich die Live-CD mit Knoppix eingelegt und über die sofort funktionierende Internet-Verbindung die neueste Version des Programms downzuloaden. Mit dieser, das wusste ich, konnte man auch NTFS-Partitionen beschreiben. Das funktionierte reibungslos!
Das Iso-File habe ich dann auf eine CD gebrannt und mit dem neuen Knoppix gebootet. Dann habe ich die Daten einfach 1:1 von der Sicherung auf die neu formatierte C-Partition kopiert. Ich war selbst etwas überrascht, aber es funktionierte ohne Probleme. Das System war wiederhergestellt.
So fasst man natürlich auch Vertrauen zu einem System, das einem bisher aufgrund der technischen "Besonderheiten" immer fremd geblieben ist. Natürlich habe ich die Knoppix-Live-CD zu meiner System-Recovery-CD gelegt – für alle Fälle.
Gestern habe ich mir ein immerhin 9,90 Euro teures Spezialheft mit dem Titel: "Linux – Europas großes Magazin für Linux" gekauft. Untertitel:
OpenSuse 10.3
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Linux aller Zeiten
Selbst die Neupartition sollte gefahrlos vonstatten gehen. Ein Bootmanager wird mitgeliefert. Toll! Wieder was für mich. Kein Risiko, auch mal was Neues. Heute Mittag begann der Start der Installation. Ging alles reibungslos, wie geschmiert. Mein Vertrauen wird also nicht enttäuscht.
Is’ klar. Mitten im beginnenden Partionierungsvorgang erschien die Fehlermeldung. Unvermeidlicherweise natürlich krypisch (wie bei Linux immer noch üblich) und selbstverständlich in englischer Sprache, obwohl die Installation der deutschen Version gerade ablief. Aber das ist ja auch bei anderen Betriebssystemen oder Programmen keine Ausnahme. Nur ein Abbruch war möglich. Was war nun mit meinem Windowssystem? Mir schwante Böses. Und natürlich: Die Linux-CD hatte ich entfernt. Beim Bootvorgang blieb das System hängen – im üblichen Stil von Windows, nämlich ohne jeden Hinweis. Kein Bluescreen, keine Fehlermeldung. Nur ein schwarzer Bildschirm. System aus. System an. Nix. Prima! Immer gut, wenn Vertrauen belohnt wird, dachte ich.
War ich schon wieder urlaubsreif? Nein, ich behielt die Nerven. Ruckzuck war das System wieder hergestellt. Aus Gründen, die ich nicht verstanden habe, lief der abgesicherte Modus nämlich, den ich als nächstes ausprobiert habe. Das Windows-System war also unbeschädigt – zumindest im Kern. Ich habe dann noch mal gebootet und die letzte funktionierende Konfiguration ausgewählt. Dann war alles wieder ok. Die CD habe ich weggelegt. Das Sonderheft brauch ich nun auch nicht mehr. Will es jemand haben? Ich schicke es euch (kostenlos und frei) zu. Ich bleibe bei Windows und greife auf Linux nur zurück, wenn ich mal wieder ein Problem haben sollte. Das wird bei meiner Experimentierfreude (in meinem Fall: Synonym für Leichtsinnigkeit) nicht lange dauern.

Rayson
Hm, wenn deine Hardware so seltsam ist, dass sogar das Betriebssystem, auf das sie normalerweise abgestimmt sein sollte, Faxen macht, dann halte ich es nicht für überraschend, wenn auch bei Neupartitionierungen damit Probleme auftreten.
Du könntest ja beim nächsten Mal probieren, mit einem Windows-Programm die Partitionierung vorzunehmen. Und dann würde ich sowieso Kubuntu empfehlen.
apollon
Ich weiß, dass du ein Fan von Linux bist. Kann ich ja verstehen. Aber nach der heutigen Erfahrung (ich hatte schon Sorge, dass ich wieder neu installieren müsste) lasse ich nun erst einmal wieder die Finger davon. Übrigens habe ich auf meinem Notebook “Windows Vista”. Was für ein Mist! Sieht zwar schön aus, taugt aber wirklich nicht besonders viel. Es ist langsam, nein sehr langsam. Und dass, obwohl das Notebook 2048 MB Hauptspeicher hat und eine schnelle Festplatte.
Rayson
Du hast Linux ja gar nicht richtig im Einsatz erlebt, sondern bist bei der Partitionierung einer etwas zweifelhaften Festplatte gescheitert…
Ich habe Kubuntu auf zwischenzeitlich drei Rechnern installiert, ohne dass je solche schweren Probleme auftraten. Am liebsten benutze ich den Rechner, auf dem nur Linux liegt und Windows nur noch in einer virtuellen Maschine läuft
Ich habe Vista auf einem anderen Desktop-Rechner zu laufen (ebenfalls 2GB RAM), und da zwickt es auch manchmal hier und da. Ein Fortschritt sieht anders aus. Dass es sehr langsam liefe, kann ich aber nicht behaupten.
apollon
Am Ende läuft das auf der virtuellen Maschine besser?
Wäre doch auch noch eine Möglichkeit. Ich hatte Linux übrigens vor Jahren schon mal auf meinem Rechner. Das war, bevor man richtig im Internet unterwegs war, ist also schon etwas länger her. Ich habe aus zwei Gründen damals wieder Abstand genommen. Weil ich erstens beruflich auf die Officeanwendungen nicht verzichten kann (heute wie damals übrigens) und weil ich immer wieder an den Programminstallationen gescheitert bin. Die Bedienung war damals eben doch noch sehr schwierig -für Leute, die sich nicht so gut auskennen. Das ist ja heute wirklich viel besser.
Arbeitest du mit VMware?
Rayson
Die alten Installationen kenne ich auch noch und fand die ebenfalls grausam. Aber zu den heutigen ist das kein Vergleich mehr. Probleme gibt es allerdings mit mancher Hardwareunterstützung – was aber nicht an Linux liegt, sondern an den Hardwareherstellern, die nur für Windows und vielleicht auch noch gerade mal für den Mac Treiber mitliefern. Aber auch die sind für den, der sich etwas mehr reinfuchst, großteils lösbar.
Klar, Office-Anwendungen… Ich spreche ja nun auch Excel, Access und VBA, aber seit einiger Zeit arbeite ich zu 90% mit OpenOffice. Einfach, weil ich dann nicht extra die virtuelle Maschine anwerfen muss (es ist VMWare) und weiter im Linux bleiben kann. Und siehe da, es geht, zumindest unter OOCalc. Zu Access gibt es aber leider noch lange nichts Vergleichbares, und die Makrosprachen sind auch nicht kompatibel. Deswegen (und wegen Buchführung und Steuererklärung) brauche ich das Windows noch. Sonst nicht mehr.
Ricardo
Hast du es eigtl. schon mit Ubuntu versucht? Vielleicht geht da einiges besser