Die freie Meinungsäußerung, der wohlverstandene Widerstreit der Interessen, Überzeugungen und religiösen Auffassungen sind das, was eine Demokratie am Leben erhält. Dort, wo offen geredet und engagiert diskutiert wird, stellen sich als Ergebnis gewöhnlich die besten Ideen und praktikabelsten Lösungen ein. Der Meinungsaustausch erfordert allerdings ein gewisses Maß an Toleranz, der Fähigkeit, andere anzuhören, ohne sich persönlich angegriffen zu fühlen.

Wo Menschen sich es sich dagegen angewöhnen, zu schweigen, weil man die Gefühle anderer verletzen könnte, sammelt sich auf die Dauer Unmut an, wuchern Unterstellungen und Gerüchte, gedeiht der Hass. Nicht selten fliegen nach einiger Zeit die ersten Steine.

Unter dem Link ist auch ein Podcast des heutigen Beitrages abrufbar.
Pfarrer Ulrich Haag, Aachen
heute in WDR5



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