Hatte ich eigentlich schon mal Hunger?

Klar, hatte ich. Gewöhnlich “schnapp” ich mir in diesem Fall meine Frau, und wir gehen in ein Restaurant unserer Wahl. Zur Not schmeißen wir auch unseren Herd an und machen schnell ein Omelett oder so. Von daher ist das Hungergefühl eines, das eher von sehr kurzer Dauer ist.

Nach einer Zeitungsmeldung leiden 854 Millionen Menschen unter Hunger. Fotomodelle, die sich in Selbstverzicht üben, natürlich nicht mitgerechnet.

Kriege und bewaffnete Konflikte sind eine der Hauptursachen für Hunger und Unterernährung. Immer noch ist es so, dass Deutschland nur 0,36 % seines Bruttoinlandsproduktes für Entwicklungshilfe ausgibt. Dieser Wert soll laut Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit im kommenden Jahr um 15 % gesteigert werden. Die Zielmarke der Vereinten Nationen liegt bei 0,7 % des Bruttoinlandsproduktes.

Wissenschaftler warnen davor, dass die Folgen des Klimawandels, wie Dürren und Hochwasser, zur Vermehrung von witterungsbedingten Hungerkatastrophen führen könnten. Solche Situationen wiederum begünstigen wahrscheinlich wiederum die Zunahme von Kriegen und bewaffneten Konflikten. Da schließt sich der Kreis und es wird deutlich, weshalb Al Gore und der IPCC den Friedensnobelpreis erhielten.

Mit den kritischen Stimmen zu den Preisempfängern wird man leben müssen. Vielen ist die IPCC zu ineffizient und Gore zu eigennützig. Mag alles zutreffen. Jedenfalls wurde durch ihre Arbeit das Bewusstsein für ein Klimaproblem befördert, das gerade für besagte Kritiker auch heute so noch überhaupt nicht existiert. Jeder mag sich seine eigenen Gedanken über die Motive dieser Leute machen.