Die “Welt” auf zwei Seiten. Auf der einen ein Artikel über die Situation des bundesdeutschen Strommarktes, der eigentlich keiner ist. Gegenüber eine riesige Imagewerbung eines Teilnehmers am deutschen Strommarkt, der uns mitteilt, er sei offen für unsere Fragen. Darüber hatte ich kürzlich schon einmal was gebloggt.

Von Stromerzeuger…

Die FAS schreibt:

Stromkonzerne erhöhen den Preis aus einem einfachen Grund: Weil sie es können. Denn der Markt erlaubt es. Aber der Markt funktioniert nicht.

Und, wer ist schuld, dass er nicht funktioniert? Klar. Wer sonst. Wir sind es, die Verbraucher.

1998 wurde auch in diesem Sektor die “Marktwirtschaft” eingeführt. Diese fast 10 Jahre haben nicht, wie es erwartet wurde, zu einer Senkung der Strompreise geführt sondern zum Gegenteil. Daran, so ist aus Kreisen der Stromerzeuger zu hören, der Staat schuld. Zu einem großen Teil ist er das ja auch. Keine Frage. Steuer- und Abgabenlast wirken durch Maßnahmen der Regierung (vor allem der vorherigen) negativ nach. Nur, wenn doch freie Märkte immer alles richten sollten, weshalb funktioniert es beim Strom nicht? Weshalb haben diese Leute die Chuzpe uns schon wieder mit drastischen Preiserhöhungen zu kommen?

Insbesondere liegt das daran, dass der Markt von nur 4 Großkonzernen dominiert wird. Die machen mit uns, was sie wollen. Wir schimpfen und zahlen, zahlen und schimpfen. Mir wäre es am liebsten, die Politik würde dafür sorgen, dass diese Konzerne zerschlagen werden. Vielleicht macht die EU das ja auch noch wahr. Gedroht wurde damit schon häufiger.

Die FAS erklärt ihren Lesern, wie unsere Welt funktioniert: «Marktwirtschaft bedeutet auch, dass jedes Unternehmen am Markt herauszuholen versucht, was herauszuholen ist.» War das nicht auch eine zutreffende Beschreibung für das Grundwesen des Kapitalismus? Als Alternative sieht die Zeitung nur ein Zurück zur staatlichen Zuteilung. Dazwischen wird es schon noch was geben. Vielleicht erzählen wir diese Möglichkeit ja zum Beispiel mal Vattenfall. Die sind schließlich offen für unsere Fragen. dialog@vattenfall.de und die URL der Website: www.vattenfall.de/dialog


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