Genmanipulationen: Fit für die Zukunft oder schlank und aggressiv
Von Menschen und Mäusen
Noch während ich den Artikel über die “Supermaus aus dem Genlabor” las, dachte ich, dass vielleicht noch jemand auf die Idee kommen könnte, das Verfahren auf uns Menschen zu übertragen.
An der Universität von Cleveland hat man Mäuse gezüchtet und manipuliert. Ergebnis: Sie leben länger, haben mehr Sex und können viel mehr fressen als ihre Artgenossen. Eine normale Maus läuft ungefähr 200 Meter und macht schlapp. Speedy aber läuft nicht nur viel schneller, sondern er hält auch sechs Kilometer durch.
Die genmanipulierten Mäuse setzen Fettsäuren in Energie um und gehen ab wie “Schmitzkatze”. Komisches Bild. Egal! Das war der erste Teil dieses Zeitungsartikels. Der Leiter des zuständigen Forschungsteams, Biochemiker Richard Hanson, schien sich in seiner Presseerklärung zum Hinweis genötigt zu sehen, dass diese Erkenntnisse nicht auf Menschen übertragen werden sollen. Und das, obwohl Menschen und Mäuse aus dem gleichen Genpool “schöpfen”. Schöpfen? Lasst den doch bitte in seinem Namen aus dem Spiel. Vergreift euch nicht an Dingen, die ihr nicht verstehen könnt!
Der Wissenschaftler führt weiter aus, dass das Team glaube, dass das Modell sich nicht für eine Gentherapie an Adipösen (Fettleibigen) eigne. Das wolle man auch gar nicht versuchen, weil das unethisch wäre.
An welchen Marktchancen diese Leute einfach so vorbeigehen. Man könnte glauben, dass angesichts vieler Millionen fettleibiger Menschen derlei Bedenken locker mal beiseite gelegt würden. Aber wer weiß schon, was so in den stillen Kammern der Institute geschieht, nicht wahr?! brrrr.
Zurück zu den Ergebnissen und Marktchancen: Die Tiere sind zu enormen Leistungen fähig. Sie können 60 % mehr Nahrung aufnehmen und nehmen nicht zu bzw. setzen keinen Speck an. Sie bleiben bis ins hohe Alter sexuell aktiv. Nachwuchs wird bis ins hohe Alter gezeugt und “Omas” bringen noch Nachwuchs zur Welt. Festgestellt wurde zudem, dass, unabhängig davon, ob es sich um Männchen oder Weibchen handelte, die Aggressivität stark zunahm. Alle Voraussetzungen also, um in unserer heutigen Arbeitswelt bestehen zu können. Mal sehen, wie viele Jahre wir noch auf die Mäusepillen warten müssen.

Letzte Kommentare