Blackberry statt Handy

Kommunikation ist alles. Nur, dass die ohne technische Hilfsmittel heutzutage einfach nicht mehr zu funktionieren scheint. Jedenfalls, die direkte Ansprache ist doch schon sehr ins Hintertreffen geraten. E-Mail und Konsorten ersetzen das persönliche Gespräch, getreu dem ursprünglich militärischen Motto: “Melden macht frei”.

Wie mich das nervt! Wer viel in Meetings sitzt hatte sich inzwischen wohl daran gewöhnt, dass immer irgendeine(r) auf dem Handy angerufen und damit die Sitzung gestört wurde. Im Zweifelsfall sind das Geschäftsführer oder Vorstände. Widerstand ist also zwecklos. Insofern fand ich es gut, dass es zwischenzeitlich dazu gehört, wie die Tagesordnung und das Protokoll, dass solche Dinge vor Beginn eines Meetings kurz geklärt werden: “Wir können uns bestimmt darauf verständigen, dass während des Meetings alle Handys ausgeschaltet werden”. Das klappt auch — meistens.

Leider hat inzwischen jeder dieser wichtigen Leute ein Blackberry o.ä. Nun sitzen die Damen und Herren geistesabwesend da und “rollen”, nein “scrollen”, was das Zeug hält. Von Aufmerksamkeit kann man da nicht immer reden. Manchmal möchte man aufstehen, denen das Ding einfach aus der Hand nehmen und aus dem Fenster werfen. Vielleicht wäre das eine Lösung.

Kommentare

  1. Gilbert meint:

    Da hab’ ich’s besser. Bei uns klingelt zwar nix, aber die meisten brauchen eine 200 km lange Landebahn, um aufzusetzen, außerdem gibt’s permanent ca. 50 Seiten starke Tischvorlagen, über die man sich dann stante pede einen Knopf an die Backe labert. Also hab’ ich irgendwann mal gesagt, so lange es zumindest die Tischvorlangen nicht vorher gibt, komme ich erst nach den Sitzungen (glücklicherweise kann ich mir das leisten). Da keiner was vorlegt – könnte ja sein, dass die anderen drüber nachdenken und dann auch noch eine Idee haben – habe ich seitdem Ruhe vor Sitzungen.

  2. zeitcollector meint:

    Diese Krankheit ist so nicht ausrottbar – die Dinger wachsen schneller nach, als man werfen kann! ;-)