Gehaltsverhandlungen gefährdet

Der BDI sieht 5 Millionen Arbeitsstellen in Gefahr. Natürlich nur deshalb, weil nun doch so etwas wie ein Mindestlohn kommen soll.

Für die sich entwickelnde Aversion beim BDI muss man Verständnis haben. Die Jungs sehen die künftigen Gehaltssteigerungen ihrer Klientel im Management vieler deutscher Unternehmen gefährdet. 8 bis 9,80 die Stunde für Leute, die man ja nun wirklich nicht als qualifiziert bezeichnen kann, sind ja auch eine echt abgeschmackte Forderung. Der Markt gibt das doch überhaupt nicht her. Schließlich wollen auch die in dieser Branche tätigen Unternehmen ein bisschen Gewinn machen. Und die Preise kann man schließlich auch nicht immer weiter erhöhen. Obwohl — bei der Energie und bei den Lebensmitteln klappt das ja eigentlich schon ganz gut….

Es macht sich einfach besser in den Bilanzen, wenn es keine Mindestlöhne gibt und die Lohnkosten weiter sinken. Nur in diesem Fall gehen die eigenen Gehaltsverhandlungen schön flüssig vonstatten. Zack, schon wieder eine 20 – 30% Steigerung der eigenen Bezüge. Da weiß man doch, wofür man gekämpft hat. Wir müssen diesen Deppen da draußen nur weiter erzählen, dass nur das sozial ist, was Arbeit schafft. Ein paar von denen glauben das nämlich immer noch.

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