Gott, wie müssen sie leiden. Diese Intellektuellen und die, die glauben, sie wären welche. Irgendwer muss sie ja förmlich gezwungen haben, sich die Sendungen von Mario Barth und den anderen Fernsehkomödianten anzusehen. Tatsache! Mich machen die Sendungen auch nicht an. Und doch gibt es Ausnahmen. Manchmal bleibe ich einfach “hängen” und schau mehr oder weniger amüsiert zu. Damit hat sich’s.
Kürzlich las ich, dass Mario Barth der erfolgreichste live comedian ist, den Deutschland aufzubieten hat. Nie käme ich auf die Idee, eine seiner Veranstaltungen zu besuchen. Aber die Halle in einer Nachbarstadt war im letzten Jahr zweimal hintereinander ausverkauft, weil Mario Barth kam. Auch nichts alltägliches.
Andere werden Horst Schlämmer nicht mögen. Wieder andere können sich für Kabarett nicht erwärmen – vielleicht auch nur, weil es ihrer politischen Richtung nicht kombiniert. Für die sind Urban Priol, Dieter Nuhr oder Volker Pispers quasi Reizwörter. Ich habe schon Diskussionen in Foren und Blogs verfolgt, die einen wirklich am Verstand mancher Leute zweifeln lassen müssen. Es sind ganz unterschiedliche Programme und deshalb natürlich auch nicht miteinander vergleichbar oder gegeneinander zu halten. Aber Vorbehalte gibt’s gegen alles und jedes.
Ist es wirklich so schlimm, wenn wir uns alle für andere Arten von Humor oder für das, was wir dafür halten, aussprechen und dafür sorgen, dass die Künstler mehr oder weniger Erfolg haben?
Was ich wirklich hasse, das sind Leute, die sich über andere Menschen erhaben fühlen. Und da ist er wieder, der alte Broder. Er macht uns, der gesamten deutschen Gesellschaft evident (und dies scheint er als seine Mission aufzufassen), welch Geistes Kind wir sind. Darin geht er auf. Und seine mistigen und unverschämten Beleidigungen weist er, überlegen wie er nun einmal ist, als Kampf gegen das aus, wogegen er auch an anderer Stelle unermüdlich streitet: die political correctness unserer Gesellschaft. Gegen ihn bin ich – uneingeschränkt!
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Update: Ok. Die Sendung muss echt schlecht gewesen sein.









Beim Lesen der zitierten Spiegel-Überschrift fiel mir spontan ein:
Der Spiegelleser braucht offensichtlich nicht viel Journalismus, um sich zu informieren.
Bin zwar kein Spiegelleser aber offenbar doch gemeint. Gibt es dazu eine nähere Erläuterung oder sind wir nur unterschiedlicher Meinung?
Oh, ein Missverständnis?
Ich meinte damit, dass der Spiegel womöglich bei seinen Lesern nur auf geringes Interesse an nennenswertem Journalismus setzt, wenn er auf derart armselige Weise solche Marginalien publiziert wie diese “Comedy-Kritik”.
Und ich bin auch absolut kein Barth-Fan.
Jetzt hab ich’s.