Entweder wir sind alle in dieser Vorweihnachtszeit sensibler als sonst oder das Gefühl trügt uns doch nicht, dass die Fälle von Kindestötungen und -Misshandlungen zuletzt stark zugenommen haben. Merkel hat unter diesem Eindruck das Thema auf ihre Agenda gesetzt. Sie will mit den Ministerpräsidenten über Maßnahmen diskutieren.
Gut, es kann nicht schaden, wenn sich auch der Staat einbringt und mit seinen Mitteln versucht, das Leben und die Gesundheit von Kindern zu schützen. Am Ende aber muss die Gesellschaft diese Leistung übernehmen. Das Suchen nach möglichen Ursachen für die schlimmen Ereignisse reicht nicht aus. Auch nicht, die Verantwortlichen zu bestrafen.
Wir alle müssen uns kümmern. Das fängt bei Familienangehörigen an, geht über die direkten Nachbarn Familien und landet erst ganz zuletzt bei irgendwelchen staatlichen Institutionen. An dieser Reihenfolge wird es, denke ich, nichts zu kritisieren geben. Dann sollten wir uns auch unserer eigenen Verantwortung besinnen und nicht, was zu leicht und zu kurz gesprungen ist, nach dem Staat rufen.












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