Alles die Schuld der Regierung

«Siege, wenn du kannst; verliere, wenn du musst; aber kapituliere nie.» Das hat angeblich Mathias Döpfner gesagt, als er den Kampf um die Übernahme der Pro7 AG verloren hatte. Dass er nun sogar die Anteile am Pro7-Konzern wieder veräußern will, führt zu Spekulationen. Diese Niederlage und nun die mögliche Pleite der PIN-Group kosten ihn viel Reputation. Bisher investierte Springer in die PIN-Group ca. 600 Mio. Euro. Was für ein Desaster. Und jetzt zahlt sich dieses Investment aufgrund der halsstarrigen Politikerinnen und Politiker in Berlin doch einfach nicht aus. Scheiße aber auch. Jedenfalls wird Springer, wenn er die Anteile an Pro7 verkauft, dafür ungefähr 500 Mio. Euro erlösen. Passt schon.

Der Vorschlag des PIN-Vorstandes Thiel, das Unternehmen per Management-Buy-out zu retten, kommt bei Döpfner offenbar nicht an. Dies würde nämlich wahrscheinlich Verhandlungen notwendig machen, die bestimmt länger dauern werden. Dann wäre ein “Ausgleich” durch die Veräußerung der Pro7-Anteile in dieser Jahresbilanz nicht mehr wirksam. Außerdem ginge die Drohkulisse, die Springer gegenüber der Politik aufbaut, ja dann dummerweise über den Jordan.