Gerade habe ich einen interessanten Beitrag im TV gesehen. Ein über 80jähriger Mann sollte aufgrund eines ärztliches Tests seinen Führerschein abgeben. Er war total geplättet und meinte, man solle ihm doch das Auto nicht nehmen. Es sei alles, was er noch hätte. Andernfalls möchte er nicht weiterleben. Das kann einen schon betroffen machen. Wer weiß schon, wie man selbst später mal darüber denken wird. Die älteren Herrschaften jedenfalls, die einen heute schon mal nerven, werden ihren Führerschein zum überwiegenden Teil wohl auch freiwillig nicht “herausrücken”. Das hat zweifellos viel mit Vernunft zu tun aber eben auch mit Selbstbestimmung und nicht zuletzt mit dem Selbstwertgefühl.












Natürlich hat das Ganze etwas mit Selbstwertgefühl und Selbstbestimmung zu tun. Aber egal ob jemand nun alt ist oder nicht sollte bei bestimmten gesundheitlichen Problemen wie z.B. stark eingeschränktem Sehvermögen der Führerschein einbehalten werden. Bei anderen Erkrankungen z.B. bei starker Epilepsie wird die Fahrerlaubnis auch zeizweise entzogen und da sagt doch auch keiner was. Von daher bin ich der Meinung, dass bei Vorliegen bestimmter medizinischer Gutachten ein Entzug der Fahrerlaubnis von Nöten ist um sowohl die Gesundheit des Betroffenen als auch der Allgemeinheit zu schützen.
Worum geht es? Besteht eine Gefährdung, weil der ältere Verkehrsteilnehmer kaum noch was mitbekommt und irgendwann zwangsweise einen Unfall verursacht? Oder geht es um den dynamischen Dränglertyp, der freie Bahn für seinen 400 PS-Schlitten braucht?
Immerhin gibt es auch rüstige Alte. Leni Riefenstahl hat z.B. mit über 80 noch mit dem Tauchen angefangen. Man könnte ja z.B. auch über gut lesbare Schilder 30/70/90 am Heck nachdenken, wie viele LKWs das haben.
Mit medizinischen Gutachten habe ich jedenfalls so meine Probleme. Zumindest sollten das mehrere mit unterschiedlichen Auftraggebern und ohne Kenntnis der anderen Gutachter sein.
Der Film war kein Plädoyer für die Einführung von Untersuchungen älterer Verkehrsteilnehmer. Der Mann hatte sich mehr freiwillige einem “Eignungstest” unterzogen. Er war danach, wie gesagt, völlig konsterniert, dass man ihm empfahl, den “Lappen” abzugeben. So würde es ja mit ziemlicher Sicherheit vielen älteren Herrschaften ergehen, wenn sie einen solchen Test ablegen würden. Allerdings muss ich einräumen, dass auch bestimmt sehr viel jüngere Leute Probleme bekämen, wenn sie regelmäßig zu solchen Tests gingen.
Nicht nur das. Ich fahre seit mehr als 30 Jahren unfallfrei und liege berufsbedingt wahrscheinlich nicht sehr weit von 1.000.000 gefahrenen Kilometern weg, aber bei der Führerscheinprüfung, die meine Kinder hinter sich gebracht haben, wäre ich mit hoher Wahrscheinlichkeit in Theorie UND Praxis durchgefallen. Anderen ginge es vermutlich genauso.
Guten Tag,
ich habe mich gerade über das Thema “Führerschein im Alter” ein bisschen informiert, weil ich meinen Großvater nicht mehr für Fahrtüchtig halte. Ich bin im Internet dann auf einen interesanten und lesenswerten Artikel gestoßen: http://www.pflegedienst24-bremen-ost.de/de/aktuelle-infos/muss-ich-meinen-fuehrerschein-im-alter-abgeben/
Ich hoffe der kann einige hier noch ein bisschen weiterbringen, obwohl das Thema hier schon ziemlich alt ist!
Wir werden sehen was die Verkehrbehörde noch so für Regelungen für den Straßenverkehr in der Hinterhand hat. Ich werd an dem Thema dranbleiben.
Mfg
Fabiene Fischer