Jetzt der Sylvestereintrag für mein Blog. Weniger Stress. Pahhh. Das wünscht sich doch jeder. Abnehmen will ich nicht. Obwohl ich’s wirklich dringend nötig hätte. Mal sehen, vielleicht mach ich ja doch was – bald. Das Rauchen brauche ich mir nicht mehr abzugewöhnen. Hab ich schon vor über 5 Jahren getan. Eisern. Top. Seit ich weiß, was ich mir damit an Hasstiraden von militanten Nichtrauchern erspart habe, klopfe ich mir immer wieder neu auf die Schulter. Das klappt noch gut, obwohl ich keinen Sport treibe.
Weniger Bloggen, mehr Zeit für meine Freunde aber vor allem für meine Frau. Ich glaube, dass hatten wir schon. Im letzten Jahr. Vor der 1. Abmahnung im Januar. Hat auch nix genützt. Schließlich fand “das Kochbuch” sein Eigentum, das schon im Jahr 2006 Eingang in meine Online-Tagebuch fand. Mist – aber nun einmal nicht zu ändern. Da sagte ich mir. Blog einfach weiter. Noch haste ohnehin keine neue Arbeit. Das änderte sich Gott sei Dank sehr bald. Trotzdem wurde weitergebloggt, auch nach der 2. Abmahnung und der danach folgenden 1. Einstweiligen Verfügung. “Das Kochbuch” hatte wieder zugeschlagen. Den Finger.Zeig hab ich dichtgemacht. Es waren einfach zu viele Artikel enthalten, in denen vielleicht noch Minen versteckt sein konnten. Schließlich habe ich auch was gelernt aus diesem Desaster. Was, das verrate ich hier nicht. Will ja niemandem an Sylvester auf die Füsse treten. Außer vielleicht, dass man keine fremden Bilder kopieren soll. Irgendwie schnallen das immer noch viele Blogger nicht so ganz.
Also mir geht die Zeit immer schneller flöten. Jetzt bin ich gerade 54 geworden, und immer weniger scheint es mir so zu sein, dass ich mich, was ich viel lieber hätte, treiben lassen könnte. Eher schwant mir, dass ich ein Getriebener bin. Dabei ist mir nicht mal klar, was mich dazu anstachelt. Eine innere Unruhe ist es. Immer habe ich das Gefühl, meine freie Zeit nicht sinnvoll genutzt zu haben. Ein gutes Buch lesen, ein gemütliches Abendessen mit Freunden. So wie heute Abend.
Angeblich haben wir Deutsche einen verkrampften Umgang mit der Zeit. Wir sind einfach nicht lazy genug. Erfolg, Geld und Anerkennung. Das sind unsere Triebfedern. Meine sind es nicht. Gut, nach Anerkennung strebe ich schon. So ehrlich bin ich. Aber Erfolg und Geld. Mit 54 muss ich feststellen, dass dieser Ehrgeiz anderen Werten gewichen ist. Eine Arbeit, die mich ausfüllt, mit der ich zufrieden bin, ist mir da schon deutlich wichtiger. Karriere brauch ich nicht mehr zu machen. Alles unwichtig. Um auf meine innere Unruhe zurückzukommen. Vielleicht ist mein Unterbewusstsein auf diese Einsicht noch nicht gestoßen. Mach’ ich mir selbst etwas vor? Vielleicht ist es ja das.
Ein Störenfried bei meiner Harmoniesuche sind die zahlreichen Informationsquellen und die Anzahl der Informationen selbst, mit denen ich mich herumschlage und belaste. Man muss nicht zu allem eine Meinung haben und die dann auch noch äußern – nicht wahr? Sag ich mal. Und das gilt auch für Blogger. Schön. Diesem Gedanken sollte ich folgen. Hieße das aber nicht auch, dass ich meine Tageszeitung oder die Nachrichten einfach mal auslassen sollte? Das kann ja nun auch nicht sein. Vielleicht muss ich ja auch weiter den Umgang mit mir selbst pflegen. Mich ein wenig mehr annehmen und mich weniger selbst unter Druck setzen. Und wenn es “nur” zeitlicher Druck ist. Gerade der macht doch was mit einem. Er erzeugt ja gerade das Gefühl, irgendwas zu verpassen.
Also, das ist es: Ich werde mir mehr Zeit nehmen — für mich. In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Rutsch und alles Gute für das Neue Jahr. Viel Erfolg. Aber noch viel mehr Gesundheit. Seid glücklich!









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