Solange ich denken kann verstehen Leute aus anderen Regionen unseres Landes unter dem, was zu Karneval passiert, vielfach etwas anderes, als die richtigen Karnevalsjecken. Ich meine nicht nur den Hamburger Kollegen, der glaubt, in Köln mal eben ein williges Mäuschen für ein kurzes außereheliches Abenteuer zu finden oder diejenigen, die behaupten, dass man nicht auf Kommando lustig sein könne. Über solche Dinge kann der Kölner an sich ja nur müde lächeln.

Aber es gibt eine Volksbewegung, die sich vielleicht wirklich zu einer echten Gefahr für den Karneval entwickelt hat. Die Black Fööss beschreiben das in ihrem Lied “Ävver bitte, bitte met Jeföhl” ganz zutreffend:

Am 11. 11. jeiht et widder loss:
Schirve, Splitter, Schläjereie,
stinkbesoffene Pänz,
uns Altstadt es en Müllkipp
do kritt mer doch de Krämp.
Vor der Bühne schwatze Sheriffs, Kameras un VIP´s,
die Lück, für die mer singe wolle, krijje janix met.

Black Fööss

Ein kollektives Besäufnis mit möglichst viel Randale im Gepäck. Das will keiner, dem wirklich etwas an Karneval liegt.


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1 Antwort : “Missverstandener Karneval”

  1. so meine fenster sind zu, die rollanden runter, das telefon abgetrennt. doch selbst im kölnnahen langenfeld hör ich die jecken töne noch in der ferne sich daneben benehmen ;-)