Unsere Einsicht ist die, dass Einsprachigkeit Einfältigkeit fördert.
Cohu nimmt Anstoß an Limbachs Aussage im Interview und weist auf folgende Realtität hin:
Angeblich verstehen lediglich gut 30 % der Deutschen die Englische Sprache so, dass sie einer Nachrichtensendung im Fernsehen oder einem Zeitungsartikel in Englisch “zumindest ungefähr” folgen können. Und: 6-11% der Deutschen sind funktionale Analphabeten – in ihrer Muttersprache, wohlgemerkt. Vielleicht sollte man sich, statt wenig hilfreiche Vorschläge wie den der dritten “Adoptivsprache” zu machen, lieber mal der Mehrheit der deutschen Zweisprachigen annehmen.
In NRW nehmen die Gewalttaten ab, im Erftkreis um 4,5 % zu








Das scheitert schon daran, dass man die andere Sprache nicht spricht. Wenn ich mir so anschaue, wie es um Englischkenntnisse nach immerhin 10 Jahren Schulenglisch bei Abiturienten bestellt ist, graust es mir regelmäßig.
Die Form des Sprachunterrichts ist schon ziemich Panne. Statt in der Sprache zu kommunizieren, werden Grammatik des 16. Jahrhunderts gepaukt und Standardliteratur gelesen (gelesen, nicht gesprochen!). Täglich 1-2 Stunden in der anderen Sprache über alles möglich diskutieren, das würd’ was bringen. Kann man aber schlecht zensieren, also in der Schule nicht möglich. Deshalb ist die Idee von Frau Limbach, wie positiv auch immer zu verstehen, in der Schulrealität eine Totgeburt.
Provozierende Frage: Stellt sich das bei der Muttersprache eigentlich anders dar?
Touchée