Ob die Entsendung von 1800 Polizisten und Juristen in den Kosovo ausreichen werden, um das zu bändigen, was aus der heute beginnenden Unabhängigkeit werden könnte?
Der für das
Kosovo zuständige serbische Minister Slobodan Samardzic bezeichnete in Belgrad den Einsatz als «schändlich». Damit akzeptiere Brüssel eine Politik der Spaltung als Lösung für Minderheitenprobleme. Die EU sei «nicht vertrauenswürdig», habe «die Tendenz, internationales Recht zu verletzten» und diene den Interessen der amerikanischen Außenpolitik, kritisierte Samardzic.
Quelle: NZZ
Natürlich darf man andererseits danach fragen, inwieweit sich die Serben denn durch besondere Vertrauenswürdigkeit auszeichnen. Richtig bleibt aber, dass die EU-Position nicht gesetzeskonform ist. Außerdem stimmt es für meine Begriffe, dass Minderheitenprobleme nicht durch Spaltung gelöst werden sollten.












Wenn man das Kosovo beispielsweise Nordirland, dem Baskenland oder Sri Lanka gegenüberstellt, kann man schon ins Grübeln kommen, nach welchen Kriterien Freiheit und Selbstbestimmung von irgendwelchen Volksgruppen anerkannt oder abgelehnt wird.