Dass Beck ausgerechnet am “Vorabend” einer Wahl seinen Kurswechsel bekannt gab, war vermutlich nicht so klug. Schon kommt der Vorwurf, dass Berlin eben doch nicht Mainz sei. Ja, ja — diese Provinzler. Dazu kann ich nur sagen: Nicht alle können in der Großstadt leben. Und daraus solche Vorbehalte abzuleiten ist nicht weniger dämlich, als es die Einlassungen Becks zur Unzeit sein werden.
Und überhaupt. Ich halte die Bewegung, die nun in diese Geschichte kommt, für ganz normal. Linkspartei und SPD werden auf lange Sicht ohnehin notwendigerweise zusammengehen. Daran besteht für mich überhaupt kein Zweifel. Genau wie zu der Zeit, als die Grünen sich noch längst nicht etabliert hatten, kommt mir das Gezeter um die Linke vor. Zuerst heißt es, dass man mit “denen” doch nicht reden könne und dann, so ganz allmählich, werden sie doch salonfähig. Und genau das halte ich auch für richtig und vor allem für demokratisch. Wo kommen wir eigentlich hin, wenn eine demokratisch gewählte Partei von denen, die sich für ach so etabliert halten, einfach aus dem politischen Geschäft herausgehalten werden sollen?
Also eigentlich bin ich Beck dankbar dafür, dass er die Diskussion ein Stück geöffnet hat. Oder die Hessen müssen eben nochmal wählen. Das will aber wahrscheinlich auch keiner so richtig.
Oswald Metzger: Auch Parteiwechsel gehören zum Leben
Pharmaindustrie macht Kasse








Man könnte die Sache aber auch mal ganz anders betrachten. Guckst du hier.