Worte, nichts als Worte

Ob offene Worte der Unternehmensleitung wohl den Schmerz über den Verlust des Arbeitsplatzes mildern könnten?

  • Unternehmen sollten immer mit offenen Karten spielen und deutlich und klar sagen, worum es bei der Entlassung geht und was den Mitarbeitern droht.
  • Sie sollten durch Zahlen belegen, warum die Entlassungen notwendig sind.
  • Sie müssen mit einer klaren Vision und überzeugenden Strategien deutlich machen, wie das Unternehmen in Zukunft erfolgreich sein will.
  • Sie sollten den Betroffenen helfen, möglichst schnell wieder einen Job zu bekommen – durch Bewerbertrainings, Weiterbildungskurse und Jobvermittlungen.
  • Alle, die dableiben, brauchen eine intensive Betreuung. Sie dürfen nicht das Gefühl haben, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis auch sie dran sind und gehen müssen. Sie sollten die Wertschätzung, die sie weiterhin haben, auch deutlich spüren.


Das klingt überzeugend. Vermutlich aber weniger für uns Arbeitnehmer. Und außerdem: Warum wenden Unternehmen diese “Rezepte” meistens nicht an? Und das, obwohl sie doch nach meinem persönlichen Eindruck durchaus zutreffend sind:

  • Die Stimmung in der Belegschaft sinkt rapide. Gute Mitarbeiter suchen sich so schnell wie möglich einen neuen Arbeitgeber. Die weniger guten klammern sich an ihre Stelle. Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeiterbindung erreichen ihr niedrigstes Niveau.
  • Mit den guten und erfahrenen Mitarbeitern verliert das Unternehmen wichtiges Know-how; die Teamleistungen leiden.
  • Etablierte Prozesse können mit einem reduzierten Personalstamm nicht mehr angemessen durchgeführt werden. Die Qualität sinkt, Bearbeitungszeiten steigen und viele Kunden werden unzufrieden.
  • Das Unternehmen – und seine Produkte – verlieren an Ansehen in der Öffentlichkeit und damit oft auch bei den eigenen Kunden.

Quelle: Business-Wissen