Stammzellen: Nabelschnurblut als Infusion zur Therapie der Hirnschädigung
Dieser Artikel über ein kleines Kind, dem eine Stammzellenbehandlung offenbar geholfen hat, scheint denen Recht zu geben, die an die segensreiche Wirkung von Gen- und Stammzellenforschung glauben und darauf hoffen.
Viele dieser Leute tun dies allerdings wohl nicht ausschließlich aus humanen Motiven. Die finanziellen Optionen werden, wovon ich persönlich fest überzeugt bin, nie außer acht zu lassen. Da werden ethische Grundsätze über Bord geworfen. Vielleicht ist es das wert. Ich komme auch angesichts solcher, ganz bestimmt ermutigender Berichte, die aus Sicht vieler Patienten und deren Angehöriger nur für die Intensivierung dieser Methoden sprechen, einfach zu keinem Ergebnis. Dabei ist es natürlich richtig, dass ich, wäre jemand aus meiner Familie oder vielleicht auch ich selbst betroffen, bestimmt ganz anders darüber denken würde.

Thomas Matterne
Stammzellenforschung ist ja auch nicht gleich Stammzellenforschung. Und Gegner von adulten Stammzellen oder Nabelschnurrblut gibt es an sich gar nicht, zumindest keine ernst zunehmenden. Schließlich haben diese beiden Forschungsgebiete, im Gegensatz zur embryonalen Stammzellenforschung, auch tatsächlich Erfolge vorzuweisen, während andere eben nur Versprechungen machen. Große Versprechungen, um die ethische Komponente gleich von Beginn an auszuknocken.