Johannes B. Kerner schlägt in der Regel Sandra Maischberger am Dienstagabend. Das war gestern Abend anders. Sandra Maischberger hatte Helmut Schmidt zu Gast. Lt. Quotenmeter erreichte Maischbergers Sendung 1,99 Millionen Fernsehzuschauer und einen Marktanteil von 14,1 Prozent beim Gesamtpublikum. Die von Kerner präsentierten 5 verbliebenen Kandidatinnen der Pro7-Sendung “Germanys Next Topmodel” waren für viele Leute jedenfalls uninteressanter als der 89jährige Alt-Bundeskanzler.
Schmidt war eingeladen als China-Experte. Ich fand es schon fast witzig, ja peinlich, mit welcher Vorsicht Frau Maischberger ihre Fragen an den Alt-Bundeskanzler stellte. Nichtsdestoweniger ließ Sandra Maischberger dankenswerter Weise nicht nach, als es um die zentrale Frage ging, weshalb sich andere Regierungen nicht wegen der ständigen Menschenrechtsverletzungen in China einmischen sollte. Helmut Schmidt vertrat nämlich wieder die Meinung, die Menschenrechtsverletzungen im Reich der Mitte seien nicht “sein Bier”.
Wie sicher sehr viele andere, teile ich Helmut Schmidts Ansicht in dieser wichtigen Frage nicht. Andererseits war und bin ich immer gegen die Interventionen der Amerikaner in Afghanistan und Irak (und vielen anderen Ländern der Erde) gewesen. Auch Schmidt kritisierte diesbezüglich die amerikanische Regierung. Er ist in dieser Hinsicht jedenfalls konsequenter als viele andere, inkl. mir selbst.












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