Ein gewisser Thommy schrieb mir diese netten Zeilen zu meinem Artikel: “Installieren was geht – du Schaf“:
Diese Ignoranz ist kaum auszuhalten!
Erst installieren Sie ein Plugin, mit dem sie offensichtlich nicht umzugehen verstehen, ignorieren dabei die Nutzungsvereinbarungen und beschweren sich dann auch noch, wenn der Autor sich freundlich bei Ihnen meldet.
Obendrein haben Sie auch noch Chuzpe diesen Vorgang beifallheischend und anklagend (unter dem in keiner Weise angebrachten Tag: Abmahnung) in Ihrem Blog zu veröffentlichen.
Ich hoffe, dass Ihr Produkt ‘Weblog’ stets völlig unbedeutend bleibt- Ihnen fehlt jegliche kritische Distanz für den verantwortungsvollen Umgang mit Medien.
Das hat mich eine Weile auf unserer heutigen Radtour an die Küste einigermaßen stark beschäftigt. Irgendwie hat er ja recht. Meine Reaktion, auf die in der Tat freundliche E-Mail von S. Müller, war wohl kritikwürdig.
Andererseits habe ich darauf hingewiesen, dass ich nicht einfach, wie Thommy behauptet hat, die Nutzungsbedingungen ignoriert habe. Ich habe die Änderung dieser Bedingungen schlicht und ergreifend nicht mitbekommen. Nun hätte ich aufgrund des Hinweises von Herrn Müller das Plugin einfach löschen können. Da kommt dann allerdings mein persönlicher Ärger über das Verfahren und die Einstufung meines Weblogs als kommerziell ins Spiel. Ich verfolge deshalb, weil ich Google Adsense nutze, Gewinnabsichten. Selbst die Leute, die wohl aufgrund intensiverer Beschäftigung mit dieser Materie wissen, dass ein Webblögchen wie meines keine Einnahmen generieren wird, die mehr als die Kosten für das Hosting des Blogs einbringen werden, unterstellen anhand der Nutzung von Google Adsense Gewinnabsichten.
Um das künftig auszuschließen, habe ich heute im Blog (auch in den anderen Themes) die Google-Adsense-Anzeigen entfernt. Dafür habe ich eine Werbung auf meine Website Officetipps.net “geschaltet”. Wie wäre das nun zu bewerten? Dort werden auch weiterhin Anzeigen via Google Adsense zu sehen sein. Verfolge ich nun, zumindest indirekt, auch hier immer noch Gewinnabsichten? Eigentlich ja schon. Aber mein Blog ist im engeren Sinne nun werbefrei und bleibt das – zumindest solange, bis ich es mir anders überlege.
Und da komme ich zum nächsten Punkt, den Thommy so leidenschaftlich kritisiert hat. Ich hatte im erwähnten Beitrag den Tag “Abmahnung” genutzt. Im Zusammenhang mit Herrn Müllers freundlichem Hinweis muss man das wohl als unsinnig betrachten. Ich frage aber einfach mal, wie weit bzw. wie lange (zeitlich gesehen) wir noch davon entfernt sind, dass ein Plugin-Autor demjenigen, der die Nutzungsbedingungen eines solchen Plugins missachtet, statt einer E-Mail gleich eine Abmahnung zukommen lässt. Ich habe, wie manche wissen, schon zwei Abmahnungen und eine einstweilige Verfügung (aus völlig anderen Gründen) erhalten und musste sie finanziell verdauen (für dieses Blog). Allein deshalb sollte man mir eine gewisse Sensibilität in dieser Frage, wie ich zu bedenken geben möchte, nicht vorwerfen.
Zum Abschluss meiner Stellungnahme will ich nochmals (wie ich das schon in dem anderen Beitrag getan habe) festhalten, dass dieses Plugin vermutlich gute Arbeit leistet. Insofern hat Thommy wiederum recht, wenn er mir vorhält, dass ich mit diesem nicht verstanden hätte, umzugehen. Benutzen werde ich es unter diesen Umständen dennoch nicht mehr. Den Bekanntheitsgrad meines Blogs konnte ich nicht erhöhen, was wohl, wenn ich Thommys Aussage richtig deutet, auch daran gelegen hat, dass ich es nicht eingesetzt hatte.












[...] einiger Zeit habe ich alle Anzeigen vom Blog getilgt. Ich fühle mich nicht unbedingt besser, aber mein Blog gilt nun nicht mehr als [...]