In dieser Woche hat Olaf Scholz, seines Zeichens Bundesarbeitsminister, folgendes gesagt:
Millionen Menschen in diesem Land verdienen wenig, viel zu wenig, und gehen trotzdem jeden Tag zur Arbeit, oft ihr Leben lang. Das sind für mich die wahren Helden unserer Zeit.
Ein blöderes Geschwafel habe ich -und das will was heißen- auch noch nicht gehört.
Ich habe, glaube ich, noch nie jemanden getroffen, der von sich behauptet hätte, er sei mit seinem Lohn zufrieden. Wenn es jemand täte, würde ich ihm nicht glauben.
Also, was will Scholz uns damit denn sagen? Doch nicht etwa, dass er und seine Partei uns mit ihrer Politik (z.B. Mindestlohn) aus dieser Misere herausführen wird? Wir haben uns damit abzufinden, dass wir an der Situation nichts, rein gar nichts ändern können. Wir können schimpfen, lästern und protestieren. Ändern werden wir nichts. Und trotzdem werden wir weitermachen – weitermachen müssen. Wir brauchen nämlich das Geld, um uns und unsere Familien durchzubringen. Bestimmt kommen irgendwann auch mal wieder bessere Zeiten. Nur im Moment sehen wir wieder mal gemeinschaftlich schwarz. Darin sind wir richtig gut.
Meine Bitte an Politiker wie Olaf Scholz wäre: Einfach mal nicht schwafeln. Einfach mal versuchen, den Job zu machen und kein hohles Gewäsch abzusondern. Das wäre ein Wohltat – bestimmt nicht nur für mich.












Auch der Herr Scholz arbeitet eifrig daran, den asozialen und neoliberalen Status Quo unserer Regierungspolitik festzuzimmern.