Politiker sind nicht an Weisungen gebunden, höchstens an Überweisungen.
Graf Fito

Volksnähe durch Twittern oder doch eher einer von vielen Twitter-Testern?

Da mag der Robert sich noch so viel Mühe geben, twittern will verstanden und gelernt sein. So richtig habe ich es immer noch nicht kapiert. Vielleicht liegt es ja auch einfach nur daran, dass ich Blogger bin und den Blog konsequenterweise dazu nutze, meine Meinung rauszublasen.

Ungefähr so werden diese modernen Kommunikationsmittel von SpOn und Süddeutsche wohl gesehen. Und wie das so ist, als Pionier umwälzend neuer Techniken kann man sich auch schon mal vergaloppieren. So scheinen die beiden vermeintlichen Ankerstätten gepflegter Intellektualität das jedenfalls zu sehen. Jetzt macht sich ein Politiker die Mühe, ein wenig Volksnähe zu zeigen und wieder ist es nicht richtig. Podcasts begeistern und erreichen halt auch nicht alle. Inwieweit das Gewitter also die so genannte Authentizität erhöht oder doch nur geeignet ist, den Autor (allein wegen der eigentlich für Politiker doch unzumutbaren Beschränkung auf 140 Zeichen) lächerlich zu machen und damit denen Recht gibt, die das alles für albern und peinlich halten, muss man erst mal abwarten.

Vielleicht macht sich Hubertus Heil ja wirklich lächerlich, wie es SpOn und Süddeutsche behaupten oder zumindest nahelegen. Ich kann das nicht sehen. Im Gegenteil: Fast bewundere ich Heil für seinen Mut, diese Reaktionen durch sein Twittern provoziert zu haben. Denn dass seine neue Kommunikationsplattform nicht nur auf Begeisterung stoßen würde, war dem Mann mit absoluter Sicherheit klar.

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