Achtung: Die Studie stammt aus dem gewerkschaftlichen Umfeld.
Ich finde, man sollte alle Studien so oder so ähnlich kennzeichnen! Am besten noch vor dem Titel sollte für jeden kenntlich gemacht werden, für wen sie erstellt wurde.
Bei der Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) war es die gewerkschaftsnahe “Hans-Böcker-Stiftung”. Was vermittelt uns die Studie? Die meisten Leute haben trotz gut laufender Konjunktur in den letzten 3 Jahren heute weniger Lohn. Reallohnverlust heißt der Begriff. Das ist jetzt aber mal eine echte Überraschung! In meinem Bekannten- und Freundeskreis unterhält man sich seit längerer Zeit fast nur noch darüber. Besser, man stöhnt, dass man sich fast nichts mehr leisten kann. Eine Erfahrung, die vielleicht auch ihre guten Seiten hat. Aber Scherz beiseite.
Gleichzeitig, so die Aussage, sind die Firmengewinne “geradezu explodiert”. Aber keine Bange. Die Konjunktur wird sich abkühlen. Vielleicht kommt sogar eine Rezession. Dann spätestens werden die Zeiten wieder schlechter. Nicht nur für die Unternehmen, sondern für alle.
Der Weise von der “Bundesagentur für Arbeit” hat gerade festgestellt, dass es noch keine “Bremsspuren” durch die konjunkturelle Entwicklung gebe. Soll heißen: Noch wirkt sich die sich abzeichnende Verschlechterung der Konjunktur nicht am Arbeitsmarkt aus. Natürlich wissen wir, dass diese Wirkung bald einsetzen wird – so sicher wie das Amen in der Kirche. Dann, darauf können wir uns schon mal gefasst machen, wird der Druck auf Löhne und Gehälter erneut zunehmen. Mit anderen Worten: Wenn wir nichts dagegen tun können werden wir uns wohl damit abfinden müssen, dass die Zeiten noch schlechter werden.
Vielleicht wird jetzt so langsam sogar denen klar, die bisher noch nicht einsehen wollten, dass die Globalisierung nicht “nur ein paar Verlierer” haben wird, sondern dass es am Ende dieses Wahnsinns alle sein werden, die sich leider hinsichtlich der Folgen geirrt haben werden. Auch die Unternehmen. Denn es gilt immer noch: “Autos kaufen keine Autos” Zitat: Henry Ford.
Tatsächlich aber spielt die von den Gewerkschaften immer wieder in die Argumentation eingebrachte Kaufkraft der Arbeitnehmer für Leute wie Herrn Sinn (Ifo) keine so große Rolle. Er argumentiert damit, dass Lohnerhöhungen zu einer Gewinnreduzierung der Unternehmen führen. Wie wahr und wie überaus logisch der Herr Professor doch argumentiert. Vielleicht liegt das Problem aber dann doch eher doch in den Relationen? Wie lange wird es wohl noch dauern, bis die Kapitalisten einsehen werden, dass dieser Weg in die Irre führt? Es mag ja für eine Weile ganz nett sein, die Gewinne zulasten der Gewerkschaften und der Bevölkerung in geradezu astronomische Größen zu entwickeln. Irgendwann ist aber vermutlich der Punkt erreicht, an dem man feststellen muss, dass die eigenen Produkte nicht mehr gekauft werden.
Gut, es gibt weltweit riesige Wachstumsmärkte, auf die man sich vorübergehend konzentrieren kann. Beispielsweise um weiter dafür zu sorgen, dass ein doch angeblich gehasstes politisches System, wie beispielsweise das chinesische, auch weiterhin stabil bleibt und die Umweltzerstörung dort weiter gut vorankommt. Irgendwann werden diese Dinge aber auch ausgereizt sein. Dann dürfte unsere Infrastruktur soweit zerstört worden sein, dass diese Vorteile vielleicht auch nicht mehr zählen.
Trösten wir uns derweil mit einem Satz des Herrn Professor Sinn:
Konsum ist schädlich für das wirtschaftliche Wachstum und unnötig für die Konjunktur.













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