An der Universität Münster gibt es den ersten “Lehrstuhl für Religion des Islams”. Inne hat diesen Prof. Muhammad Kalisch. Dieser lehrt aber wohl etwas, was der Koordinierungsrat der vier größten islamischen Organisationen in Deutschland nicht richtig findet. »Kalisch bezweifelt grundsätzliche Lehren des Islam in so einer krassen Weise, dass man dem nicht mehr folgen kann.« Also beendet man die Zusammenarbeit.
Nun darf man sich wohl fragen (auch oder gerade als Außenstehender), ob das dem entspricht, was normalerweise nach den Integrationsgipfeln bekundet wird. Sieht so Diskussions- und Integrationsbereitschaft aus? Das falsche Signal – würde ich einmal sagen.













Die Moslemverbände vertreten ja leidern bei weitem nicht die Mehrheit der Muslime in Deutschland. Auch ein Problem der “Integrationsgipfel”: damit stärkt man eigentlich genau die Verbände, die Integration eher schwerer machen (nämlich die, die Einfluss ausüben wollen und zu 100% islamisch-religiös sind)…
Naja, aber warum so kritisch? Für mich wäre es eine wirkliche Integrationsleistung, wenn die Moslemverbände es schaffen würden, dass dieser kritische Wissenschaftler abtreten muss. Damit wären die Moslems schließlich in die Fußstapfen der – bestens integrierten! – deutschen Katholiken getreten, die tapfer dafür sorgen, dass auf ihre Konkordatslehrstühle nur solche Herren gelangen, die die reine Lehre vertreten. Wenn es den Moslems dann noch gelingt, dass der Staat ihren Zakat al-Fitr eintreibt, sie eine einflussreiche islamische Partei betreiben (ISU?) und in jedem bayerischen Klassenzimmer ein Gebetsteppich ausliegt, dann wären sie wirklich integriert.