Broder erinnert Köln an seine “tollerante” Geschichte

Henryk M. Broder lebte mal in Köln. Irgendwer -im Zweifel alle Kölnerinnen und Kölner- muss ihm dort ordentlich auf die Nerven gegangen sein. Bestimmt hat man ihn in Köln nicht genügend hofiert. Jedenfalls hat er seit seinem Wegzug in die seinem Stellenwert in dieser Gesellschaft mehr entsprechenden Moloch Berlin zahlreiche Gemeinheiten der Broder’schen Art über die Stadt und ihre Einwohner abgesondert.

Nach den unerhörten “Vorfällen” vom Wochenende lese ich von Leuten, die es sich sogar versagen wollen, in ihrem Leben nochmal nach Köln zu reisen. Eine Stadt, in der “Pro Köln” und die “Meinungsfreiheit” mit Füßen getreten werden will man aus seinem Atlas am liebsten herausschneiden. Bemerkenswert, dass sie offenbar kein Problem darin sehen, “Pro Köln” und “Meinungsfreiheit” in einen Kontext zu stellen.

Aber zurück zu Freund Broder. Er hat einmal mehr eine Hasstirade in seiner eine Achse bilden wollenden Gemeinschaftsgazette losgelassen. Manchmal wortwitzig und immer auch eine Zumutung für jeden, der was auf seine Stadt hält.

Vielleicht schließt Broder sich ja dem Kollegen an, der Köln aus seiner persönlichen Landkarte streichen will. Aber solche Konsequenz hat bei Broder natürlich Grenzen. Wenn er nach Köln (zum WDR oder zu RTL vielleicht) eingeladen wird, um die Menschheit mit seinen Unverschämtheiten zu beglücken, legt sich sein Ekel sogleich.

Vielleicht spaßt er auf der Fahrt zum Sender mit dem Taxifahrer, der ihn in diesem Fall hoffentlich nicht erkennt, ganz toll herum. Dann spielt den “tolleranten” und mimt so den jovialen Köln-Besucher. Vielleicht erkennt der Taxifahrer ihn aber auch und schmeißt ihn raus. Ein schönes Bild.


Kommentare

  1. Brodaganda meint:

    Broder ist da in der Zwickmühle. Die Braunen sind seine natürlichen Verbündeten im Kampf gegen die Islamisierung. Trotzdem kann er sich nicht recht zu ihnen bekennen, das wäre dann doch nicht genügend Gesellschaftsfähig, ursprünglich stand ja sogar ein Holocaust-Leugner auf der Einladungsliste. Also eiert er halt rum und versucht es mit der Verharmlosung von Pro Köln…

  2. Gilbert meint:

    Nach wie vor und auch woanders schon als Gegenkommentar zu dir vertreten:

    a) ProKöln ist im Bewusstsein dadurch eine extremistische Vereinigung, dass gebetsmühlenartig wiederholt wird, sie sei eine. Schwacher, aber erfahrungsgemäß sehr erfolgreicher Beweis.

    b) Wo ist denn noch eine Plattform übriggeblieben, um nicht ganz unberechtigte Bedenken überhaupt noch zu diskutieren? Ich kenne keine, da jeder, der das will, mit der Begründung, er sei Rassist, von der Straße geprügelt wird.

    c) Wieso diese Angst, solche Themen wie “Islam und unsere Gesellschaft” zu diskutieren? Oder ist es einfach nur einfacher, alles von der Straße zu prügeln, weil man sich dann keine Argumente ausdenken muss?

    Ich überlege mir auch ernsthaft, ob ich Köln von meiner Liste streiche. Ein Freund von mir wohnt(e) in Holweide, und von dort bin ich mit dem Rad in die Innenstadt und woanders hin gefahren. In einigen Gegenden habe ich mich sehr unsicher gefühlt (und das war 2007, bevor es mit den U-Bahnschlägern überhaupt im Bewusstsein der Öffentlichkeit losging). Mein Freund steigt an einigen Haltestellen der Straßenbahn auch nicht mehr zum Einkaufen aus, da ihm die Gefahr, dort grundlos auf südländische Art angepöbelt zu werden, zu groß ist. Aber es ist ja so einfach, die Probleme mit dem Verweis “rechtsradikale Beteiligung” totzuschweigen… :-( (

    Gilberts letzter Blogeintrag Massive Welle von Koran-Leugnung im Irak

  3. jolly rogers meint:

    Broder, ProKöln und PI = Brothers in Arms gegen den Islam

Trackbacks

  1. [...] scheinbar doch arg unwürdig. Köln – Ossendorf ist halt nicht Hollywood, meint Heidenreich. Broder lässt [...]