Von Gleichschaltung der Presse wird geredet. Das kann ich nicht sehen. Mir gibt es zu viele Leute, die sich fragen, ob die Meinungsfreiheit in Gefahr geraten ist oder die sogar die Feststellung treffen, dass genau dieses geschehen sei.
Welch schreckliches Unrecht ist ProKöln und der heiligen Sache der Christenheit gegen die Islamisierung widerfahren? Vermutlich sind wir verloren. Im Moment ist niemand ist mehr da, der uns vor der bevorstehende Übernahme Deutschlands durch die Islamisten bewahrt. Es sei denn, die beabsichtigte Klage vor Gericht geht durch und ProKöln wird seine Initiative erneut starten. Könnte ja sein. Mal sehen, ob sie die Veranstaltung dann vielleicht nach Düsseldorf verlegen. Die können das dort nämlich wahrscheinlich besser. Jedenfalls, wenn man diesen Artikel der RP geht. Danach war die “Kölner Aktion” bloß eine Farce.
Nicht einmal die Mahnungen wollten wir uns anhören. Dabei wollten die Leute von ProKöln uns doch nur davon überzeugen, wie gefährlich Moscheebauten sind, auch die gewalttätigen Übergriffe jugendlicher Ausländer oder gar die Verbalattacken, die in Beleidigungen gipfeln wie “Scheißdeutscher” oder so. Sie kamen als Gäste und sind unglaublicherweise einfach geblieben. Nun plündern sie schamlos unsere Sozialsysteme aus. Und wir merken es nicht mal und wollen es uns auch nicht mal erklären lassen. Nicht mal das. Und statt dessen beschuldigen wir Leute, die sich redlich um unsere Aufklärung bemühen, zum braunen Mob zu gehören. Dabei sind sie es doch, die am Wochenende Opfer eines roten Mobs wurden. Die Terminologie kennt man ja. Man erinnert sich spätestens, wenn man auch bei so genannten Liberalen was von SA-Truppen und deren Attacken liest.









Wenn ich die Worte richtig interpretiere, dann tut’s mir wirklich leid. Wenn ich nun entscheiden sollte, ob du nicht verstanden hast, worum es vielen geht, oder es einfach nicht verstehen willst, tendiere ich aus verschiedenen Gründen im Moment zu Option 2, womit sich der weitere Austausch von Zahlen, Fakten und Argumenten wohl erübrigt. Hoffentlich wirst du mit deiner Einteilung in Schwarz/Weiß ohne Grautöne glücklich.
Gilberts letzter Blogeintrag Silbenrätsel
Et tu, Horst? Schade, von Dir hätte ich doch etwas mehr Differenzierungsfähigkeit erwartet als von den Linksextremen à la “Moppelkotze”.
Natürlich sind Fremdenfeindlichkeit und die grundsätzliche Ablehnung fremder Religionen dumm, falsch und etwas, gegen das man eintreten muss. Und selbstverständlich ist dieser Pro-Köln-Haufen fremdenfeindlich, chauvinistisch und fanatisch religiös. Zwar denke ich, dass man nicht alle von denen als “braunen Mob” einstufen kann, aber dennoch sind viele von ihnen Rechtsradikale und Rechtsextreme.
Trotzdem aber herrscht in diesem Land nach wie vor Meinungsfreiheit – und das bedeutet eben, dass man auch dumme, falsche und verachtenswerte Meinungen äußern können muss. Außerdem herrscht Versammlungsfreiheit, und das bedeutet, dass sich auch Rudel von Dummen und Verachtenswerten zusammenfinden und ihre Meinung gemeinsam herausposaunen dürfen. Das kann man richtig oder falsch finden – aber wer Meinungs- und Versammlungsfreiheit nur für diejenigen haben will, die die eigene Meinung teilen, der ist eben kein Anhänger einer freien Gesellschaft.
Man muss diese Hanseln also machen lassen. Was ja nicht heißt, dass man sich nicht gegen sie aussprechen kann. Im Gegenteil: Ich finde die Gegendemonstrationen toll. Ich finde gut, dass Hoteliers ihre Mietverträge gekündigt haben (weil sie eben selbst darüber entscheiden können, ob sie diese Meinung nun gerade in ihrem Haus hören wollen). Ich finde gut, dass viele Menschen der Versammlung in ihrem eigenen kleinen Bereich Knüppel zwischen die Beine geworfen haben.
Was ich aber nicht gut finde, das ist ein kleiner Mob, der nicht etwa Ablehnung zeigen, sondern Gewalt ausüben wollte, der die Versammlungs- und Meinungsfreiheit ablehnt und die politische Auseinandersetzung lieber mit Pflastersteinen und Eisenstangen führt (und diese dann auch noch gegen die Polizei einsetzt, die nun wirklich nichts dafür kann, dass die Rechten eine Veranstaltung machen). Ein Mob, der nun auch noch den Sieg feiern darf, dass wegen ihrer Gewalt die Veranstaltung, gegen die sie “protestierten”, polizeilich verboten wurde. Mit der gleichen Logik könnte man auch den Wahlkampf der SPD in Sachsen verbieten, der ja immer öfter zum Ziel von Gewaltaktionen der Freien Kameradschaften wird.
Was ist denn so falsch an dem Vergleich zwischen diesen Linksautonomen und der SA? Außer, dass ein Vergleich mit der Rotfront vielleicht passender gewesen wäre? Wenn unser Staat in Fragen der Versammlungsfreiheit einer wild gewordenen Horde nachgibt, die versucht, Polizisten ihre Waffen zu entreißen, die illegale Straßensperren errichtet und Andersdenkenden mit Gewalt begegnet, dann ist das eben wie damals in Weimar. Und das ist eine Entwicklung, die wir nicht wollen können.
@Freiburgerthesen: eigentlich sagst du auch nix anderes als der Mob, nur halt nicht mit dem Knüppel. Außer “Hansel”, “Dummheit” und “verachtenswert” taucht in deinem Text auch nix auf, was auf irgendeine tatsächliche thematische Auseinandersetzung schließen lassen würde. Was soll dieses ganze verlogene Demokratiegesäusele, wenn doch nur Ignoranz gemeint ist? Da finde ich die prügelnden Horden irgendwie ehrlicher.
Gilberts letzter Blogeintrag Silbenrätsel
Ich sage vielleicht über Pro Köln nichts anderes als der Mob, das ist richtig. Auch die friedlichen Demonstranten haben über Pro Köln nichts anderes gesagt als der Mob, auch das ist richtig. Weil es aus meiner Sicht über Pro Köln inhaltlich nicht viel zu sagen gibt, was nicht schon oft gesagt worden wäre. Es handelt sich um eine bürgerlich getarne, rechtspopulistische bis rechtsradikale, fremdenfeindliche und religionschauvinistische Organisation, die unangebrachte Ängste in der Bevölkerung schürt und mit billiger Propaganda auf Stimmenfang geht; eine weitere inhaltliche Auseinandersetzung halte ich nicht für nötig. Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass ich auch mit jedem diskutieren muss. Ich kann auch einfach weggehen und ihn seine Meinung zu jenen sagen lassen, die ihm zuhören.
Insofern stehe ich bei ihrer Ablehnung der Pro-Kölner durchaus auch bei den Linksautonomen. Hingegen nicht bei ihren eigenen gesellschaftlichen Vorstellungen (um die es bei Demo und Gegendemo aber auch gar nicht ging). Und absolut nicht bei der Wahl ihrer Mittel. Wenn für Dich Gewalt “ehrlich” ist, dann verstehen wir beide unter Politik wohl nicht das Gleiche.
Eine rechtsradikale Vereinigung, ob man das nun ProKöln oder sonstwie nennt, entsteht heute dadurch, dass Ansichten außerhalb des Mainstreams vertreten werden. Mehr oder weniger automatisch finden sich dort einzelne Vertreter der rechten Szene ein, was dann zur Ächtung der gesamten Gruppe genügt: ein vermutlicher Rechtsradikaler macht alle automatisch zu Rechtsradikalen, was dann gebetsmühlenartig durch die Presse genudelt wird, bis die einen Kotzen und die anderen es endlich glauben (und gerade die Propaganda im Zusammenhang mit ProKöln ist wirklich eines Dr.-Joseph-Goebbels-Preises würdig). Und dann können die Kritiker sagen, was sie wollen, es wird nicht mehr mit ihnen diskutiert. Statt dessen hört man dann die von dir geäußerten ideologischen Totschlagphrasen, die ja so billig jegliche Diskussion erübrigen.
Glaubst du wirklich, dass alle, die in irgendeiner Form Bedenken äußern, automatisch rechtsradikal sind? Wenn nicht, wieso hast du es dann nicht nötig, deine Phrasen zu beweisen, sondern gehst einfach weg? Eigentlich musst du doch wirklich froh sein, dass die Anarchos die Straße leergeprügeln, dann brauchst du doch auch kein schlechtes Gewissen zu haben, denn sonst könnte einer, der eigentlich anständig ist und nur ein paar Antworten sucht, auf Extreme reinfallen.
Ist dir eigentlich schon mal aufgefallen, wie rassistisch dein Verhalten ist? Menschen entweder einfach abstempeln oder es nicht nötig haben, mit denen zu reden? Gott, wie mich diese Überheblichkeit ankotzt!
Gilberts letzter Blogeintrag Silbenrätsel
Zunächst einmal ist “rassistisch” sicherlich nicht das richtige Wort für das, was Du ausdrücken willst, Gilbert. Ich nehme einfach mal an, dass Du “voreingenommen”, “verbohrt” oder “vorurteilsbeladen” meinst; jedenfalls stört mich an dem Pro-Kölnern sicherlich nicht ihre Rasse. Diese kleine Richtigstellung in diesem Ton einfach mal, um Deinen Vorwurf der Überheblichkeit zu bestätigen.
Falsch. Sie entsteht dadurch, dass sich Leute mit rechtsradikalen Ansichten zusammenschließen und dabei Parteiprogramme verfassen, wie es etwa das von ProKöln eines ist: In jedem zweiten oder dritten Satz wird die Schuld an allen Problemen Ausländern oder Zigeunern zugeschoben und deren Abschiebung und Vertreibung als Lösung aller Schwierigkeiten hochgelobt. Nebenbei wird noch die gesamte Politik (außer der eigenen Partei natürlich) als eine korrupte Melange dargestellt, die von unheimlichen Kapitaleignern, am besten noch mit ausländischen Namen kontrolliert wird – und die jeweilige rechtsradikale Partei ist hier der einzige Ausweg.
Ich für meinen Teil jedenfalls habe Pro-Köln nicht an der Tatsache gemessen, dass eine erstaunlich große Zahl ihrer Aktivisten die typische Kleiderordnung der rechten Szene trägt. Nicht einmal die Tatsache, dass viele der Gründer dieser Gruppierung zuvor bei der NPD, den Jungen Nationaldemokraten oder den Republikanern sowie der “Deutschen Liga für Volk und Heimat” aktiv waren (darunter auch Rouhs und Beisicht) ist für mich ausreichend, um sie als rechtsradikal einzustufen. Dafür muss ich erst das Programm kennen. Und wer nach dem Studium dieses Dokuments nicht der Ansicht ist, hier rechtsradikale Texte vor sich zu haben, dem kann ich nicht mehr helfen.
Nein, das glaube ich nicht. Das war auch in keiner Weise in meinem Kommentar zu lesen; im Gegenteil, im ersten Kommentar habe ich noch darauf hingewiesen, dass man nicht alle Pro-Köln-Mitglieder als braunen Mob einstufen kann. Nun ist es aber so, dass ich Menschen kenne, die Vorbehalte gegen die Moschee haben, die aber gleichzeitig nicht behaupten, fast alle Probleme des Landes hätten mit Ausländern zu tun und könnten durch deren Entfernung gelöst werden. Mit solchen Kritikern unterhalte ich mich oft und gern.
Das tue ich nur bei Typen, deren Xenophobie und Hetze offensichtlich sind und die sich in einer versumpften Ideologie bewegen, die ihr grauenhaftes Gesicht wieder und wieder gezeigt hat – sowohl an der Macht als auch fern von ihr. Äußert jemand ernsthafte Bedenken, die nicht daraus bestehen, dass alle Zigeuner Räuber und Diebe und alle Muslime Anhänger einer Welteroberungskampagne sind, dann gehe ich auch gerne darauf ein.
Ganz im Gegenteil, denn dir prügelnden Anarchos geben den Heulsusen von Pro-Köln ja jetzt die Gelegenheit, sich als Opfer von Gewalt darzustellen und damit noch größere Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Um anständige Leute mache ich mir da eigentlich eher geringe Sorgen; auch bei den Volksparteien werden die tatsächlich vorhanden Probleme mit der Integration und dem religiösen Zusammenleben so oft thematisiert, dass einer, der Pro-Köln hinterherläuft, sicher kein Anständiger ist, der nur ein paar Antworten sucht.
Ich stemple niemanden ab, bevor er sich äußern konnte – im Gegensatz zu den Leuten, die Du hier verteidigst. Für die ist nämlich jeder schon eine Gefahr, weil er der falschen Religion angehört oder die falschen Vorfahren hat. Ich höre mir an, was jemand zu sagen hat, und entscheide dann, ob es sinnvoll ist, sich mit demjenigen weiter zu beschäftigen. Was ich im Falle Pro-Kölns schon nach einer Stunde auf deren Website klar verneinen konnte.
Wirklich interessant! Sätze wie „Diese Typen sind die Pest der deutschen und europäischen Politik, und wir werden sie als solche therapieren“ und vergleichbare deutlich extremistischer Prägung stammen beispielsweise aus dem Umfeld Schrammas (oder von ihm selber). Und auch, dass die Politik kein Problem hat, sich an Milli Görüs anzubiedern, denen der Verfassungsschutz deutlich mehr Raum einräumt als den mühsam zusammengequetschten 1,5 Seiten über ProKöln ist vermutlich ebenfalls unerheblich, denn das ist ja bewusste Annäherung an die guten Extremisten. Mir scheint da bei dir viel durch die ideologische Brille zu laufen.
Wie dem auch sei. ProKöln, zu der übrigends auch eine Reihe ehemaliger Mitglieder bürgerlicher Parteien gehören (und die sich mit ihrem Übertritt vermutlich als Rechtsradikale enttarnt haben), ist mir eigentlich herzlich egal. Nicht egal ist mir, dass es, im Gegensatz zu deiner Behauptung, derzeit keine politische Plattform gibt, um Probleme mit dem Islam und bestimmten Ausländergruppen anzufassen. Und die gibt es, und zwar aus meiner Sicht nicht zu knapp. Um es klipp und klar zu sagen: das hier ist unsere (der Deutschen) Heimat, und hier gelten unsere gesellschaftlichen Normen, die wir uns ziemlich hart erarbeitet haben. Wer sich darin einfügen will, der sei herzlich willkommen und eingeladen, seinen kulturellen Hintergrund ebenfalls einzubringen – wer das nicht will, soll dahin zurückgehen, wo er herkommt, und seinen Mist da verzapfen. Ich bin nicht der Meinung, dass wir es nötig haben, uns ständig beschimpfen oder unsere Rechte einschränken zu lassen. Und genau das passiert fast täglich, und wer was dagegen sagt, steht unglaublich schnell in der Extremistenecke, weil das die Diskussion beendet.
Und ich bin mit dieser Meinung wohl kaum der einzige, sonst hätten ProKöln und andere wohl kaum so einen Zulauf.
Gilberts letzter Blogeintrag Am Limit … oder: Wie schnell man fällt
Ich schließe mich dem, was freiburgerthesen hier gesagt hat, einfach mal an.
Ist das eine Premiere?
Laut geäußert vielleicht.