Dass wir hier in Deutschland, ganz anders als in den USA, von dummem Politikergeschwätz verschont bleiben, liegt also im Wesentlichen daran, dass die Interviews deutscher Politiker nachträglich autorisiert werden müssen. Was uns alles erspart geblieben ist, können wir zum Beispiel erahnen, wenn wir uns auf diesen Seiten 2, 3, 4 etwas umschauen.












Sieh es doch mal andersrum: durch das ständig Hochgestochene – kein Wort außerhalb eines sehr engen Mainstreams von political correctness – wird die Sprache auch unattraktiv und volksfern. Welcher Politiker bekommt es denn heute noch fertig, eine Menge mitzuziehen und Gelächter oder Begeisterung auszulösen? (da denkt man doch etwas wehmütig an den ollen Wehner oder an Brandt und andere zurück)
Und als zweiten Effekt lässt die überzogen-verkrampft-seriöse Ausdrucksweise die meisten Politdeppen, die sie ja leider allzu oft fachlich wirklich sind, noch deppenhafter erscheinen. Auch nicht gerade politikverdrossenheitseindämmend (puh, ich glaube, meine längste Wortschöpfung in dieser Woche).
Gilberts letzter Blogeintrag: Köln, 3 Tage später
Natürlich stimme ich dir zu! Nur ist es doch interessant, wie viel Mist trotzdem “durchsickert”. Deshalb die Beispiele