41 der 42 Abgeordneten stimmten in der Fraktionssitzung in Wiesbaden für Ypsilanti, teilte die SPD mit. Die Ypsilanti-Kritikerin Dagmar Metzger enthielt sich eigenen Angaben zufolge der Stimme. Ypsilanti sprach nach der Probeabstimmung von einem geschlossenen Signal: “Die Partei möchte, dass wir diesen Weg gegen.” Quelle
Wie kann man sich bloß so in die Tasche lügen. Was wollen wir wetten, dass es Ypsilanti ergehen wird, wie seinerzeit Frau Simonis in Kiel? Es sind andere Hintergründe aber nochmal: Wie kann man so blöd sein? Da bin ich der Meinung, sie sollte lieber das Feld für Neuwahlen räumen. Damit würde Frau Ypsilanti sich auch selbst einen Gefallen tun.












Hm, ich überlege gerade, wo und wie oft es demnach überall Neuwahlen geben müsste? Sie war zwar so dumm, vor der Wahl wider besseren Wissens eine Zusammenarbeit mit der Linken auszuschließen, aber da gab es schon ganz andere Lügen, vom gegenwärtigen Amtsinhaber bspw..
Anyway, Ypsilanti fährt wohl auch volles Risiko, weil sie m.E. keine andere Chance hat. Neuwahlen würde die SPD krachend verlieren und dann wäre sie eh weg. So hat sie noch eine Minimalchance, politisch zu überleben.
@Jan: Politisch ist das vielleicht opportun, weil die Lage ist, wie du sie beschrieben hast. Ich könnte mir nicht vorstellen, dass ich (wäre ich denn an Stelle von Frau Ypsilanti) diesem Druck standhalten könnte. Allein deshalb würde ich das Weite suchen. Das mag zwar feig’ sein. Die Demontage, die ihr nun blüht würde ich allerdings vermeiden. Unterstellen wir also einen Moment, die Abstimmung würde in Echtzeit auch funktionieren. Bestimmt wird doch keiner denken, das Koch nicht die nächste sich bietende Möglichkeit nutzen würde, um die Minderheitsregierung zu stürzen. Über die notwendige Erfahrung für solche Ränkespiele verfügt der allemal.
Ich glaube nicht, dass Frau Metzger prinzipiell immer gegen Ypsilanti stimmen würde. Jedenfalls müsste sie nicht aus “Gewissensgründen” ein mögliches Misstrauensvotum der CDU unterstützen. Somit hätte Ypsilanti langfristig de facto eine Mehrheit von zwei Stimmen. Nicht besonders komfortabel, aber damit kann man regieren. Das alles nur aus Ypsilantis Sicht, ich persönlich würde auch anders handeln…
Nach dem, was man heute aus Hessen hört, wird das wohl so kommen. Es wird interessant zu sehen, wie lange das gut gehen wird. Du hast Recht. Man kann mit einer solchen knappen Mehrheit regieren. Beispiele dafür gibt es. Mir soll es egal sein. So richtig gradlinig und klar finde ich den Weg nicht. Aber es geht ja um Politik.