OpenOffice 3.0: Ich habs mal runtergeladen

Ich bin Excel-Freak. Kann ich wirklich nicht anders sagen, auch wenn ich das Wort doch eigentlich nicht so mag. Logisch, dass ich mir zuerst einmal “Calc” angesehen habe. Ok. Leider verloren. Auch wenn sich in der neuen C’t ein paar Leute, die Mühe machen, die beiden Officepakete zu vergleichen und einen gleich mehrere wirklich lange Testberichte dazu verfasst haben. OpenOffice ist in diesem für mich wichtigsten Teil einfach nicht in der Lage, Excel den Rang abzulaufen. Es stimmt. Der mutige Schritt, den Microsoft vollzogen hat, als vom bewährten und gewohnten Menüsystem zum einem neuen Bedienkonzept übergegangen wurde, war kritisch und die Ergonomie ist nicht unbedingt der herausragendste Vorteil des Microsoft Officepaketes. Aber ansonsten!?

Excel ist stark verbessert. Das würde ich zu meiner besonderen Freude für den Grafikteil jedenfalls unbedingt feststellen. Die mangelhaften Leistungen der Vorgängerversionen haben mich oft geärgert. Und doch: Auch die Wettbewerber, die ich mal getestet habe, wiesen diesbezüglich keine überzeugenden Vorteile auf. Zuletzt fand ich, dass sogar die gerenderten Diagramme in der Google-Online-Tabellenkalkulation gegenüber den Desktoplösungen irgendwie schöner wären. OK. Natürlich hält diese Aussage nicht stand.

OpenOffice ist kostenlos. Das ist toll. Und es ist ein wirklich gutes und sehr brauchbares Officepaket. Aber allein die Vorteile, die das Microsoft-Produkt bei Excel und natürlich auch in Access aufweist, sind so überzeugend, dass ich mir einen Wechsel (auch zu diesen supertollen Bedingungen) einfach nicht vorstellen kann. Innerhalb unseres Konzerns steht MS-Office nicht zur Disposition. Dort quäle ich mich allerdings noch mit der Version Office 2000 herum. Da hätte ich natürlich lieber OpenOffice. Oder — vielleicht doch nicht. Ich bin eben auch ein Gewohnheitstier.

Und das wiederum könnte natürlich die Chance für OpenOffice sein. Denn dort ist man, wie schon gesagt, der tradionellen Menüführung treu geblieben. Das werden bestimmt einige User zu schätzen wissen. Meine Erfahrungen mit der neuen Technik des MS-Officepaketes ist allerdings positiv. Ich habe mich schnell an die neuen Standorte der zunächst nicht auf Anhieb befundenen Menüpunkte gewöhnt. Man kann bei diesem Programm also durchaus von intuitiver Benutzerführung sprechen. Auch wenn im schon erwähnten C’t – Artikel etwas darauf herumgehackt wird.


Kommentare

  1. eule70 meint:

    Was mir bei OpenOffice gefällt, (außer dass es umsonst ist), ist die Mailing List, in der man alle dummen Fragen stellen kann und Hilfe bekommt. Ansonsten: beim OO-Writer ist manches schlechter als beim alten MS Word, und und merkwürdigerweise ist es mit zunehmenden Updates schlechter geworden (wahrscheinlich sind irgendwelche Sachen dazugekommen, die ich nicht brauche, aber alte einfache Funktionen verschlimmbessert); deshalb habe ich mich bis jetzt gehütet, vom OOo 2.1 auf 3 zu gehen. Aber das Base-Datenbank-System, das mit 2.1 neu eingeführt wurde, ist ziemlich kümmerlich; ob das auf 3 besser ist?? Mit Excel oder Calc habe ich nichts zu tun.