Die dunkle Jahreszeit ist mir ein Gräuel. Ich unterscheide da nicht zwischen Herbst und Winter. Im Herbst gibt’s zwar erfahrungsgemäß (wie auch in diesem Jahr) noch einige schöne Tage aber … Die Bäume verlieren ihr Laub und die Tage werden spürbar kürzer. Morgens komme ich nicht aus dem Bett und abends (das ist so eine “Krankheit” von mir, die ich schon in Kindertagen gehabt habe) komme ich nicht hinein. Je dunkler es also morgens noch ist, desto schwerer fällt es mir, in den Tag hineinzufinden. Bestimmt bin ich damit nicht allein.
Meine Frau denkt in dieser Beziehung nicht viel anders, obwohl sie selbst morgens deutlich weniger Probleme damit hat. Sie ist frisch wieder der junge Morgen (wie man so sagt) und sieht dazu auch noch so aus. Das einzige, was ich zu bemängeln hätte, wäre vielleicht, dass sie eine Neigung zum Schwätzen hat. Das ist für mich am früheren Morgen fast ebenso schwer zu ertragen wie mein Tischnachbar im Hotel, in dem ich unter der Woche wohne, der beim Frühstück schmatzt und schlürft.
Unter diesen wichtigen Gesichtspunkten können wir die Initiative nur unterstützen, die gerne die ganze Zeitumstellung abschaffen möchte. Am liebsten wäre es uns, man könnte die Winterzeit ganz einfach ganz abschaffen. Stattdessen könnte man doch den Herbst einfach ein wenig verlängern. Vorausgesetzt natürlich, es gibt auch in den folgenden Monaten noch ein paar schöne “goldene Oktobertage” hätten. Wünschen darf man sich sowas ja. (H)










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