Vielen ist das zu wenig. Zu wenig handfest. Sie sehen, wie das uns Deutschen einfach zu eigen ist, sofort die großen Probleme, die der eben gewählte Präsident vor der Brust hat. Natürlich darf man diese nicht übersehen oder einfach ausblenden. Und — nein, man kann sie gar nicht übersehen.
Irgendein Moderator der ARD von heute früh erwähnte, in Harlem hätten fast 100% der Einwohner Obama gewählt. Mich haben die Fernsehbilder gerührt, die die Reaktionen der Schwarzen in Harlem zeigten, als sie das Wahlergebnis erfahren haben. Es war so, als könnten die Menschen nicht fassen, was ihnen da mitgeteilt wurde. Emotionen haben keine lange Halbwertszeits. Das ist schon klar. Es warten große und sehr schwierige Aufgaben auf den neuen Präsidenten. Und, was schlimmer ist, seine Spielräume sind sehr begrenzt. Dafür hat die Bush-Regierung gesorgt. Selbst die, die nicht viel von Obama halten, werden ihm diesen Umstand wohl zu Gute halten müssen.
Natürlich werden die Erwartungen, die viele haben, nicht erfüllt werden. Vielleicht ist sogar das Gegenteil viel wahrscheinlicher. Es wird eher so sein, dass diejenigen, die jetzt total euphorisch sind, bald schon wieder auf dem harten Boden der Realität aufschlagen werden. Aber – es gilt das “Prinzip Hoffnung”. Oder — “The dreams of a better life” ist wohl das, was uns Menschen überall auf der Welt verbindet. Ich finde es toll, dass ein solches Gefühl auch mal wieder von einem Politiker ausgelöst wird.
Und schon deshalb wünsche ich Barack Obama viel Gesundheit, Kraft, Glück und Erfolg!












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