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	<title>Kommentare zu: Sehnsucht nach einem deutschen Obama</title>
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	<description>Quer durch die Botanik</description>
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		<title>Von: Gilbert</title>
		<link>http://www.querblog.de/2008/11/06/sehnsucht-nach-einem-deutschen-obama/#comment-3755</link>
		<dc:creator>Gilbert</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Nov 2008 13:48:35 +0000</pubDate>
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		<description>Vielleicht sollte man mal damit abfangen, das ewig gestelzt korrekte Gelabere abzustellen. Wenn jemand mit bedeutungsschwanger gerunzelter Stirn den größtmöglichen Schwachsinn verkündet, regt sich keiner auf, aber wehe, es macht mal einer einen Witz, den ein anderer falsch verstehen könnte (und es machen sich ja furchtbar viele Leute unglaublich anstrengende Gedanken darüber, wieso wiederum andere Leute furchtbar beleidigt sein müssen, obwohl die das normalerweise gar nicht bemerkt hätten).

Es muss doch möglich sein, mal frisch von der Leber weg zu reden, ohne dass gleich ein furchtbares Geschrei über öffentliche Entschuldigung und Rücktritt einsetzt. Wenn der betreffende das schriftlich auch noch so von sich gibt (und da hat er ja Zeit zum Nachdenken gehabt), kann man sich ja immer noch aufregen.

Die Tendenz geht aber wohl eher zum gar-nichts-mehr-sagen. Wenn dem niedersächs. Ministerpräsidenten Wulff offensichtlich der Rücktritt nahegelegt wird, weil er das Wort &quot;Pogrom&quot; in einem anderen Zusammenhang als mit Juden verwendet hat, fällt mir wirklich nichts mehr zu dieser perversen Scheinheiligkeit ein, die da um bestimmte Begriffe gemacht wird, um sich wirksam vor den tatsächlichen Problemen drücken zu können.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht sollte man mal damit abfangen, das ewig gestelzt korrekte Gelabere abzustellen. Wenn jemand mit bedeutungsschwanger gerunzelter Stirn den größtmöglichen Schwachsinn verkündet, regt sich keiner auf, aber wehe, es macht mal einer einen Witz, den ein anderer falsch verstehen könnte (und es machen sich ja furchtbar viele Leute unglaublich anstrengende Gedanken darüber, wieso wiederum andere Leute furchtbar beleidigt sein müssen, obwohl die das normalerweise gar nicht bemerkt hätten).</p>
<p>Es muss doch möglich sein, mal frisch von der Leber weg zu reden, ohne dass gleich ein furchtbares Geschrei über öffentliche Entschuldigung und Rücktritt einsetzt. Wenn der betreffende das schriftlich auch noch so von sich gibt (und da hat er ja Zeit zum Nachdenken gehabt), kann man sich ja immer noch aufregen.</p>
<p>Die Tendenz geht aber wohl eher zum gar-nichts-mehr-sagen. Wenn dem niedersächs. Ministerpräsidenten Wulff offensichtlich der Rücktritt nahegelegt wird, weil er das Wort &#8220;Pogrom&#8221; in einem anderen Zusammenhang als mit Juden verwendet hat, fällt mir wirklich nichts mehr zu dieser perversen Scheinheiligkeit ein, die da um bestimmte Begriffe gemacht wird, um sich wirksam vor den tatsächlichen Problemen drücken zu können.</p>
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