Untersuchung: 88% aller Excel-Tabellen enthalten Fehler?

Meine nicht! Unglaublich, was die uns da wieder erzählen wollen. Diese so genannten Experten. (H)

Sogar an der Lehman – Pleite soll Excel schuld sein. Oder wie soll man diesen Satz wohl verstehen?

Die neueste Horror-Story: Barclays Bank kauft aus der Insolvenzmasse von Lehman Brothers 179 Verträge, die sie nie kaufen wollten – wegen eines Aufbereitungsfehlers eines Excel-Sheets. (Quelle)

Mir war noch gar nicht bekannt, dass Excel als BI-Tool eingesetzt wird:

82% der Unternehmen nutzen Excel für die Planung
5% der Excel-Nutzer sind “sehr zufrieden” mit ihrem Werkzeug.
44% nutzen spezialsierte Planungstools.

Da muss ich allerdings (auch als großer Excel-Fan) sagen, dass es dafür wesentlich bessere Lösungen gibt. Da fallen mir einige Beispiele von Hichert & Partner ein. Einige dieser so genannten Dashboards sind ganz hervorragend geeignet, die benötigten KPIs sehr nutzbringend in Szene zu setzen. Mit Excel kann man das natürlich auch erledigen (s. Beispiele auf der verlinkten Seite).


Kommentare

  1. Gilbert meint:

    European Spreadsheet Risks Interest
    Group

    Ziemlich pompöser Name. Aber vorstellen kann ich mir schon, dass da was dran ist. Schließlich erlaubt Excel (und die entsprechenden Tabellenkalkulationen in anderen Office-Paketen) Leuten den dankbankähnlichen Umgang mit Daten, die nie gelernt haben, was dabei zu beachten ist (und sich vermutlich obendrein häufig zu fein sind, Ratschläge anzunehmen).

  2. Horst Schulte meint:

    und sich vermutlich obendrein häufig zu fein sind, Ratschläge anzunehmen

    Das musst du mir bitte näher erklären. Aber das mit dem Umgang mit Daten wissen wir ja, ist auch nicht so einfach :-[ Vor allem, wenn es fremde Daten sind.

  3. Gilbert meint:

    Ist eine alte Erfahrung aus der Zeit vor meinem jetzigen Job, die immer noch Gültigkeit hat. Der Auftraggeber hat bestimmte Daten und wünscht bestimmte Aussagen und erhält vom angesprochenen Auftragnehmer Empfehlungen und Modelle, was machbar und sinnvoll ist. Stufe 2 besteht dann in der Erklärung dieser Vorschläge zu Nonsense und der Vorlage eigener Vorgaben, die vom Auftragnehmer als nicht machbar nachgewiesen werden. Stufe 3 besteht in der Beauftragung der nachgewiesenermaßen unbrauchbaren Vorgaben sowie dem Rückbau des Ganzen, nachdem der Auftraggeber schließlich eingesehen hat, dass es wirklich nicht geht.

    Unser Verkauf war schließlich drauf getrimmt, auf einen Fingerzeig von uns Technikern in den Verträgen peinlichst drauf zu achten, dass wir nicht in Regress genommen werden konnten, wenn das Projekt in der vorausgesagten Weise in die Hose ging. Und das Unternehmen meines Neffen lebt mit ca. 40 Leuten blendend davon, gegen die Empfehlung beauftragte Kundenprojekte aufzubauen und ein halbes Jahr später gegen erneute Bezahlung wieder auf den alten Stand rückzubauen.

    Die “Spezialisten”, mit denen man es da zu tun hat, sind die gleichen, die dann auf irgendwelchen Sitzungen mit irgendwelchen Excel-Sheeds rumprahlen.

  4. Horst Schulte meint:

    Sehr eindrucksvolle Erfahrungsschilderung. Gott sei’s gepriesen ist es ja nicht immer so. Nur — immer eben öfter. Mal sehen, was das neue Jahr so bringen wird. Da werden die kühler (Excel-)Rechner garantiert ganz arg benötigt werden.