ausgerechnet von Michel Friedman:
Das hat keinen Esprit. Deshalb nur im Sideblog. Vielleicht ist dieser Beitrag ja auch nur ein Hinweis für die baldige Schließung von Watch-Berlin. Was ich -aus anderen Gründen- schon bedaure. Die schönen Broder-Beiträge werden mir fehlen.
Friedman, kann man eigentlich belangloser sein?












Bezüglich Friedman ist Jesus Botschaft “Liebe deinen nächsten wie dich selbst” ein ziemlich hoffnungsloser Wunsch. So selbstverliebt, wie der immer auftritt, kann für einen anderen gar nichts mehr übrig bleiben. (H)
Ich kann ihn auch nicht mögen. Auch wenn ich mir das schon aus Gründen der PC immer wieder fest vornehme. Er könnte seine Intelligenz auch nutzbringender einsetzen – nicht wahr?
Was mich besonders an ihm stört: er kann niemanden ausreden lassen. Das fiel besonders in seiner Fernsehshow auf. Spätestens nach einem halben Satz unterbrach er seinen Gesprächspartner mit einer Unterstellung auf den Rest der Antwort oder einer Frage zu einem anderen Thema, um dann zwei Sätze später wieder mit einem Vorwurf auf die unvollständige Antwort zu kommen. Da steckt ein altes dialektisches System hinter, das den Gesprächspartner, wenn er drauf eingeht, schlecht aussehen lässt, egal was er sagt und welchen Gehalt der Interviewer eigentlich hat. Ich mag diese Art überhaupt nicht, zumal sie dann bei der ausgeprägten Art von Mimik und Gestik eben in die überzogene Selbstdarstellung mündet.
Was wohl auch ein wenig gegen ihn einnehmen kann, ist der häufige Auftritt als Moralapostel, während er selbst ebenfalls Dreck am Stecken hat(te?).
Diese Schwäche hängt auch mir an. Meine Frau, auch Kollegen, weisen mich mehr oder minder zart auf diese Tatsache hin. Ich versuche, mich am Riemen zu reißen. Bei mir ist das vermutlich eher kein System, schon gar kein dialektisches. Ich bin vermutlich einfach zu ungeduldig. Das stört mich selbst auch. Deshalb arbeite ich (immer noch) daran. Dass er (wie früher) immer noch moralisiert, wie man es fast schlimmer nicht kann, stinkt mir eigentlich sogar noch mehr. Das andere hat ja zumindest bei manchen Gesprächspartnern einen hohen Unterhaltungswert. So nach dem Motto: Dem hats der Friedman aber jetzt mal so richtig gegeben. So stellvertreterkriegsähnlich. Aber natürlich nur bei Leuten, die ich nicht leiden kann.