Leute, wir stecken in einer tiefen Sinnkrise!

Indiz 1)

Meine Hypothese ist, dass Blogs ursprünglich einen großen Teil ihrer Kraft als Gegenentwurf zu den MSM bezogen haben, der sich dann tatsächlich auch in einer Ausdruckskraft wiedergespiegelt hat, dass Blogs aber (noch) kein Mittel gegen die daran anschließende Ausdifferenzierung und die einsetzenden Power Laws der Blogosphäre gefunden haben, die in einer negativen Auslese mehr und mehr die Blogs mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner begünstigt hat, was die zugrunde liegenden Ökonomien destabilisierte. Was auch egal wäre, wenn nicht dadurch die kollektiven Selektionsmechanismen verdummen würden, was den verblödenden Trend nochmal verstärkt.

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Indiz 2)

Sagt mal – kann es sein, dass wir zusätzlich zur Finanz- und Wirtschaftskrise auch noch eine Flaute in der Bloggeria haben?

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Indiz 3)

Thomas Horn hat mich angemailt, dass dieser Kommentar eine ehrverletzende Falschbehauptung sei. Und ich zudem den Kommentar bis zum 22.11. löschen solle, wie auch den Namen + Mailaddresse des Kommentierenden herausrücken soll.

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Anmerkung: Nicht, dass dieser Fall (Indiz 3) die Retourkutsche für den Feldversuch ist, den Robert vor kurzem durchgeführt hat.

Indiz 4)

Kein einzelnes Blog kann einen so generellen Überblick liefern wie eine Tageszeitung oder die TV-Nachrichten. Kein Blog hat Korrespondenten, um aus Kriegs- und Krisengebieten zu berichten. Deshalb bleiben Blogs auf Nischen beschränkt, die für klassische Medien schlichtweg zu klein sind.

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3 Antworten : “Blogs im “verblödenen Trend”?”

  1. Zu 4) Kein Blog kann es sich leisten, sich Inhalte von dpa und Co. zu kaufen. Mehr tun Zeitungen doch auch nicht. Die Redaktionen schreiben das doch nur noch um. Journalisten schauen doch höchstens noch beim Fussballspiel des Regionalvereins zu – weil dpa und Reuters da nicht berichten.

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  2. So sieht das aus Mario H. bevor ich deinen Kommentar gelesen habe, habe ich fast das gleiche gedacht. :)

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  3. Zwar schon. Aber hält die Erwiderung beim UPLOAD-Magazin als Gegenargument stand?

    Gegenrede: Ein einzelnes Blog kann vielleicht nicht mit einer Zeitung mithalten – mit einem einzelnen Zeitungsredakteur aber auf jeden Fall. Betrachtet man Blogs nicht einzeln, sondern als Gesamtheit, haben sie bereits heute viel Einfluss und Bedeutung. Und sie haben vielleicht keine festen Korrespondenten, aber gebloggt und getwittert wird an vielen Orten der Welt. Meldungen, Fotos und Videos sind im Netz schneller beim Leser und Zuschauer als irgendwo sonst.
    upload-magazin.de/?p=1280

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