Sind die doof!?

Bei Maischberger wurden ein paar Mädchen und Jungs gefragt, wer momentan Bundeskanzler bzw. Bundespräsident sei. Es gab welche, die darauf keine Antwort wussten. Ein Junge fragte, seit wann es in Deutschland denn einen Präsidenten gebe. Abgesehen davon, dass wir von solchen Ergebnissen ja schon häufiger gehört haben und wir diese pflichtschuldig meist gar nicht fassen können, sollten wir mit unseren Schlussfolgerungen nicht übertreiben. Und mit den PISA – Ergebnissen hat das wohl auch nur sehr wenig zu tun. Oder irre ich mich?

Ich glaube, dass in meiner Jugendzeit viele Jugendliche solche Fragen auch falsch oder gar nicht beantwortet hätten. Die befragten jungen Leute werden die Antworten vielleicht schon sehr bald kennen. Sie lernen das ganz selbstverständlich. Heute haben sie andere Interessen. Das ändert sich und sie lernen diese Dinge dann ganz selbstverständlich dazu.

Kommentare

  1. Gilbert meint:

    Spricht eigentlich für meine These, dass man die Wahlberechtigung an eine Art Qualifikationsprüfung koppeln sollte (wie das in der antiken römischen Republik üblich war). Denn

    1.) was soll man eigentlich für einen “Wählerwillen” erwarten, wenn ein entscheidender Teil der Wähler gar nicht weiß, worum es geht (und bei den knappen Ergebnissen in der letzten Zeit sind die Dumpfbacken möglicherweise sehr entscheidend), und

    2) sind damit dem Niveau der Gewählten nach unten auch kaum noch Grenzen gesetzt.

  2. Horst Schulte meint:

    Die Idee mit dem “Führerschein” ist ja so neu nicht – wenn die Römer ihn schließlich schon hatten. Aber – man kann die Leute ja auch nicht zu politischem Bewusstsein tragen. Schließlich übt die Berufsgruppe scheinbar ja auch nur auf bestimmte Menschen noch eine hohe Anziehungskraft aus. Das sind eben die Klügsten unter uns :-)