Brandbrief an Clement
Da hackt aber eine(!) ordentlich auf Herrn Clement herum. Mein Ärger war dagegen eher harmlos. Der Artikel trifft die Stimmung vieler Leute sehr gut.
Es gibt eben nicht nur die Seite, die die von Herrn Clement im Schulterschluss mit Schröder durchgeboxten Hartz-IV-Reformen für richtig und segensreich hielten. Nur sind das wohl nur die so genannten einfachen Leute, die sich einfach aufgrund ihres mangelnden Durchblicks kein richtiges Bild über die Notwendigkeit der Arbeitmarktreform machen konnten. Für die, die Clements Abgang bedauern, wäre der Staat heute längst Pleite, hätte es diese auch Liberalisierung des Arbeitsmarktes genannte Reform, die ja vielen noch überhaupt nicht weit genug gegangen ist, nicht gegeben.
Den Schönheitsfehler, der darin besteht, dass der so genannte Sozialstaat heute teurer ist als zuvor, kann ich nicht erklären. Geld wird ausgegeben. Die Frage ist nur wofür. Auch an die zahllosen Prozesse, die deshalb vor Sozialgerichten geführt werden, weil die damalige Regierung dieses Gesetz in absolut mangelhafter Qualität durchgesetzt hat, kosten unseren Staat Millionen, wenn nicht Milliarden Euro. Aber diesen Unterschied hat man inzwischen ja aus anderen Gründen auch schon verlernt. Dafür haben die Vorbeter einer wirtschaftsliberalen Ausrichtung dieses Staates ebenfalls gesorgt.

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