Lange Zeit hatte ich nichts mehr in dieser Angelegenheit gelesen. Gestern meldete der Kölner Stadt-Anzeiger, dass heute der Prozess gegen den inzwischen 18jährigen vor dem Schwurgericht in Antalya fortgesetzt werde.
Es heißt in dem Bericht, dass der Prozess bis Jahresende beendet sein könnte. Marco hatte, was man gut verstehen kann, nicht am Prozess teilgenommen und wird dies bis zu dessen Ende auch nicht tun. Allerdings will er zum Urteil nach Antalya reisen. Es ist deshalb so viel Zeit vergangen, weil das Gericht ein Gutachten in Auftrag gegeben hatte. Dieses sollte klären, ob der damals 13jährige Britin sexuelle Gewalt angetan wurde. Dieses Gutachten liegt nun vor, und dies ist die Basis für die Annahme, dass der Prozess noch in diesem Jahr beendet werden kann.
Unabhängig davon, wie man dem Verfahren insgesamt gegenüberstehen mag, die Fristen, die die türkischen Gerichte brauchen, um zu grundlegenden Erkenntnissen zu gelangen, scheinen mir schon verdammt lang.
Außerdem würde ich an Marcos Stelle nicht mehr in die Türkei reisen. Sollte er nämlich doch schuldig gesprochen werden, würde man ihn doch sofort an Ort und Stelle wieder verhaften. Oder sehe ich das falsch?
Update: Der Prozess wurde vertagt auf April 2009.
1 Anwalt von Marco wirft das Handtuch: Kölner Stadt-Anzeiger, 27.11.08












Deutsche Gerichte sind auch nicht schneller. Es ist eigentlich selbst bei Verkehrsdelikten Standard, dass man als Zeuge erst nach mehr als einem Jahr vor Gericht erscheinen soll.
Bezüglich des letzten Absatzes gebe ich dir 100% Recht. An seiner Stelle würde ich nie wieder einen Fuss in das Land setzen, egal, wie das Verfahren ausgeht.
Gilbert(Zitieren) (Antworten)
Heute las ich, dass der Prozess auf April 2009 vertagt worden ist. Das sind Wartezeiten… Bei deutschen Gerichten geht’s aber, wie du meinst, auch nicht schneller? Hoffentlich komme ich nicht in die Verlegenheit.
Horst Schulte(Zitieren) (Antworten)
Marco wird natürlich auch nicht im April 2009 in die Türkei fliegen. Dieser ganze Unsinn von wegen wieder in die Türkei fliegen wurde doch nur von seinen beiden ehemaligen Anwälten in die Welt gesetzt. In Deutschland wäre der Prozess mit großer Wahrscheinlichkeit längst zu ende gewesen. Spätestens mit der Entscheidung der englischen Familie dem Gericht nicht zur Verfügung zu stehen, hätte jedes deutsche Gericht das Verfahren beendet.
Andreas(Zitieren) (Antworten)