Unser Kampf gegen pausenlose Modernisierungsschübe

Sehr interessanter Artikel von Cicero-Chefredakteur Wolfram Weimer (s.u.)

Zum aus seiner Sicht besonnenen Vorgehen, sogar der Europäer, in dieser Krisenzeit meint er:

Wenn man die vergangenen zwei Jahrzehnte überblickt, liegt der chronische Kohäsionsreflex wohl daran, dass die Gesellschaften ohnedies pausenlos Modernisierungsschüben ausgesetzt sind, sodass sie in Verdichtungsmomenten instinktiv retardieren und gerade nicht beschleunigen wollen. Auf eine unfreiwillige Be- wird mit willentlicher Entschleunigung geantwortet.

Nun halte ich allerdings seine Freude über den Fall des linken politischen Lagers für verfrüht. Wenn wir erst einmal zur Kenntnis nehmen, was die Kapitalisten tatsächlich verursacht haben und die hieraus folgenden Wirkungen einsetzen, werden wir sehen, was passieren wird. Ich habe meine Zweifel, dass dann alles so ruhig bleibt, wie Weimer hier beschrieben hat. Ich wäre nicht so sicher, dass alle Revolutionen ausfallen. Noch wurden sie nicht angezettelt, weil es noch “nur” Nachrichten sind, mit denen wir uns täglich herumquälen. Trotzdem – ein interessanter Artikel.

Cicero – Magazin für politische Kultur — Gemach, gemach