Erneut die Sinnfrage

Nutzen wir Tags in unseren Blogs, oder arbeiten wir lieber nur mit Kategorien? Nutzen wir Plugins? Wenn ja, wie viele? Sollte man überhaupt Wert auf ein schönes Blogdesign legen oder werden Blogs doch meistens im Feed-Reader gelesen?

Verlinkt man nur diejenigen, die auch den eigenen Blog verlinkt haben oder nimmt man lieber nur Links in die Blogrolle auf, die einen selbst thematisch interessieren? Fokussiert man sich auf ein spezielles Thema, so wie es die Experten raten, oder soll der Blog ein Kaleidoskop des Lebens sein. Vielleicht nutze ich ihn ja einfach nur dazu, über alles und jedes meinen Frust abzulassen?

Fragen über Fragen.

Es ist ja irgendwie witzig, wenn man beobachtet, worüber wir uns ganz öffentlich Gedanken machen. Unsere Blogszene scheint mir so etwas wie eine riesige Selbsterfahrungsgruppe zu sein. Und die Erfa-Tagungen finden virtuell im Web statt. Nicht einmal oder zweimal im Jahr. Nein, täglich. Och, was sag ich: stündlich.

Ob die ausgetauschten Erfahrungen uns am Ende richtig voranbringen, ist noch nicht raus. Jedenfalls habe ich in den letzten Monaten eher den Eindruck gewonnen, als habe es, außer in Form der Updates von WordPress, kaum eine Weiterentwicklung gegeben. Die Beiträge werde weniger und die Kommentare sowieso.

Kein Wunder. Denn die Themen, die wir mit Vorliebe behandeln, drehen sich oft um uns selbst – ums Web, den Datenschutz, das Bloggen.  Und natürlich geht’s um die Technik, mit deren Hilfe wir unsere Texte in die Welt pusten. Ein Blick auf Rivva sollte reichen, um diesen Eindruck zu festigen.

Eigentlich sollte man ja mehr auf das achten, was die Leserinnen und Leser möchten. Aber, das gehört ja auch zur Wahrheit: Ich mache das ja selbst auch nicht so. Oder hätte ich sonst laut Google-Analytics eine Absprungquote, die bei über 80% liegt? Die durchschnittliche Aufenthaltszeit meiner Besucher/innen liegt bei 1 1/2 Minuten.

Die Zeit der guten Vorsätze liegt ja unmittelbar vor uns…

Kommentare

  1. Rayson meint:

    Einfaches Rezept: Auf die Bundestagswahl warten und sich eindeutig positionieren. Dann geht es wieder ab. Diese Wahlen sind wie ein Blog-Konjunkturprogramm.

  2. Horst Schulte meint:

    Eindeutig positionieren? Ob ich das schaffe? Ich arbeite ja ernsthaft daran aber …
    Die SPD wähle ich nicht mehr. Die Linke will ich nicht. Vielleicht dann noch am ehesten die Grünen. Für die CDU reicht meine Verzweiflung noch nicht aus. Es gibt ja doch noch eine Alternative. Nee, nicht für mich. :-)

  3. Rayson meint:

    Schlechte Karten für einen erfolgreichen Blog ;-) Aber vielleicht hilft antizyklisches Denken: Ich propagiere trotz aller Bedenken die FDP und du die SPD. Wetten, dass uns die Zeit recht gibt?

  4. Horst Schulte meint:

    Ok. Es bleibt die SPD (für mich). Wie hoch ist eigentlich der Mitgliedsbeitrag bei der FDP?

  5. Rayson meint:

    Einkommensabhängig.

  6. Horst Schulte meint:

    Mir war der Beitrag bei der SPD zu hoch. Ist schon eine Weile her. Ich glaube, er lag bei knapp 30 Euro je Monat.

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