Auf unsere Sprache wird schon schwer achtgegeben. Es gibt Leute, die sich um die vielen Anglizismen kümmern und solche, die bedrohte Wörter sammeln und publizieren. Interessant ist es auch, ein Auge darauf zu halten, welche neuen Wortschöpfungen es so gibt. Nun habe ich mal überprüft, ob ich die vermeintlich bedrohten Wörter persönlich überhaupt kenne und ob ich diese vielleicht hin und wieder sogar mal benutze. Schließlich werde ich morgen 55. Da könnte ich doch das eine oder andere Wort durchaus noch kennen – nicht wahr?
Platz 1 belegt nach der Süddeutschen Zeitung also das Wort “Kleinod”. Interessant finde ich, dass dieses Wort, per Google gesucht, auf über 576.000 Treffer kommt. So richtig bedroht scheint es mir also doch noch nicht zu sein. Selbstredend gibt es einen Wikipedia-Eintrag dazu. Der Eintrag ist sehr übersichtlich und handelt vornehmlich von der Wahl zum bedrohtesten aller Worte im Sommer letzten Jahres.
Was mich in diesem Jahr besonders beschäftigt hat, war nicht das Wort “Kleinod“. Auch das zweitplatzierte Wort fand nicht so recht Eingang in meinen Wortschatz. “Blümerant” wurde es mir allerdings schon, als ich während verschiedener Sitzungen in der Firma ein englisches Wort immer häufiger zu ertragen hatte:
Vom doing her.
Wer sagt so etwas? Ich kenne die. Alles nette Kolleginnen und Kollegen. Aber… was soll das? Das ist doch einfach eine Zumutung, finde ich. Aber natürlich liegt es an mir! Wer kein Englisch kann, der regagiert halt bei derlei Dingen oft ziemlich komisch. Der Begriff “Vom doing her” bringt mit Google allerdings nur 79 Treffer. Ein Trost für mich!
Update: 23:30 – He, ich sehe, dass ich den Begriff “Kleinod” im August ds.Js. verwendet habe – hier im Blog.
Schon wieder keine 6 Richtigen
So kann man das machen - ein Anruf wäre aber auch nett








Das ist natürlich, wie das meiste aus dieser Ecke, nichts, das mit Englisch zu tun hat. Sondern nur mit deutscher Blähsprache. Wir sind “hip”, wir sind “in”, wir sind “top”, und wer damit nichts anfangen kann, gehört zum alten Eisen.
Firmen, in denen sowas durchgeht, sollte man meiden. Jedenfalls als Aktionär. Als Arbeitnehmer kann es durchaus nett da sein, wenn man mit mitfurzen kann.
Das stinkt aber.
Alles Gute zum Geburtstag
, frohe Festtage, einen guten Rutsch ins 2009 und ein erfolgreiches neues Jahr.
Danke Willi. Das ist sehr nett!
Dir und deiner Familie wünsche auch ich frohe Weihnachten, einen guten Rutsch und ein gesundes, gutes und erfolgreiches neues Jahr. Herzliche Grüße in die Schweiz.
Ja ja, eine klare und gut definierte deutsche Sprache wie weiland vor den Bildungsreformen, das wäre schon was. Aber Klagen nützt nichts, sintemalen doch keiner was versteht.
In dem Sinne: FF (=frohes Fest)
Gruß Gilbert
Es ist ja (für mich jedenfalls) immer eine gewisse Vorsicht angebracht, wenn man über die deutsche Sprache schreibt.
Dir, lieber Gilbert, ebenfalls eine FFF (feucht fröhliches Fest).
Gruß
Horst