Obama verspricht im Wahlkampf, Guantanamo aufzulösen. Prima, finde ich gut!
Der Schaden, den Bush nicht mit der Einrichtung an sich, wohl aber mit der “Handhabung” dieses vielleicht einmaligen Falles für sein Land und für die Demokratien dieser Welt angerichtet hat, ist ganz bestimmt riesig. Die USA vertreten hohe Ansprüche. Diese sollten sie zunächst einmal an sich selbst adressieren und nicht nur an andere. Gut, Bushs Fehler sind bald Vergangenheit. Obama hat es in der Hand, die Reputation seines Landes zu erneuern. Wir wünschen ihm dabei eine glückliche Hand und Erfolg.
Aber was bitte soll das nun für ein Deal sein, den Herr Steinmeier machen will? Wir sollen Guantanamo-Gefangene in Deutschland aufnehmen. Bisher habe ich noch keine Zahlen gehört. Theoretisch könnten es 250 sein. So viele Gefangene befinden sich nämlich immer noch dort. 50 davon gelten als unschuldig. Was ist mit den anderen?
Nach meinem Eindruck gab es kaum Reaktionen, direkt nachdem wir von Steinmeiers Plänen gehört hatten. Nun wird’s konkret und Kritik wird laut. Aus welchem Grunde sollten wir diese Leute in Deutschland aufnehmen?
Aber klar, es wäre möglich, weil Schröder damals von der “uneingeschränkten Solidarität” geredet hat, dass Steinmeier dies automatisch auf die aktuelle Situation überträgt. So einfach wird es nicht sein. Er sagt, dass er die Amerikaner bei der Lösung des Problems unterstützen wolle. Diesen deutschen Beitrag stellt sich Steinmeier also scheinbar so vor, dass er die Deutschen Kraft seines Amtes zwingt, muslimische Terroristen aufzunehmen. Denn wer kann schon verbindlich sagen, dass es sich bei denen, die da kommen werden, um unschuldige Männer handelt?
Da finde ich es immerhin (ganz ausnahmsweise) gut, das Bosbach (CDU) ein Veto eingelegt hat. Nein, vordrängeln müssen wir unsauch in dieser Frage wirklich nicht. Auch nicht, um Obama zu helfen.

Einstellung zur Darmkrebsvorsorge
Solidarität mit Näherinnen aus Bangladesh
Privatsache im französischen Kabinett








Offensichtlich wird es schwierig, sich letztmalig ein frohes Fest zu wünschen.
Offensichtlich ist die Liste derjenigen in der SPD, die Zielsicher in den nächsten Hundehaufen zu treten wissen, noch nicht ganz abgearbeitet. Eigentlich bei Mister Steinmeier etwas erstaunlich, ist es doch sonst einfacher, Pudding an die Wand statt ihn auf eine Aussage festzunageln. Mal sehen, was das nächste Überraschungs (G) bereithält. Aber jetzt erst mal (^) und (D) .
Warum schwierig. In der Bewertung dieses Vorganges sind wir doch beieinander. :-$