Unser ehemaliger Bundesfinanzministser, Theo Waigel, hat der B*ld-Zeitung einen bemerkenswerten Gedanken verraten. Er sei dafür, einen “Rat der Alten” einzusetzen und ergänzte seine Idee durch den Hinweis, dass er sich vorstellen könne, dass dieser Rat sogar den Rang eines Verfassungsorganges erhalten könnte, ähnlich wie beim britischen Oberhaus.
Etwas in der Art gibt es doch schon?!Waigel nannte die Namen einiger möglicher Mitglieder: Helmut Schmidt (wer sonst?), Richard von Weizsäcker, Helmut Kohl (der muss zuerst immer noch ein paar Namen liefern), Hans Dietrich Genscher (prima!), Hans-Jochen Vogel, Roman Herzog und Otto Graf Lambsdorff.
Ich würde die Liste mindestens noch um Norbert Blüm und Heiner Geißler ergänzen. Damit auch die Linke an dem neuen Projekt beteiligt ist. (I)
Dazu habe ich einen Kommentar bei “Welt-Online” gelesen, der das derzeitige Problem sehr schön beschriebt:
Das ist zumindest bedenkenswert – schließlich scheinen Politiker die meiste Zeit ihrer Vita weit unter ihrem eigentlichen Niveau zu performen. [...] n der Regel läuft es doch so: In Phase eins ihrer Karriere müssen Politiker überhaupt erst einmal bekannt werden. Der junge Hirsch betritt die Lichtung und röhrt irgendwie herum, vor allem um zu markieren, dass es ihn überhaupt gibt. Nennen wir es einmal die Söder-Phase, in der sich zum Beispiel gerade die hessische Nachwuchskraft Thorsten Schäfer-Gümbel befindet. In dieser Phase geht es ausschließlich darum, in die Nachrichtensendungen durchzudringen – mit exotischen Steuervorschlägen, Hüftgelenksverknappungen für Alte oder mit in die Kamera gestreckten Schuhsohlen, auf denen lustige Dinge geschrieben stehen. Wenn sie es dann bis zur Mitte der Lichtung geschafft haben, bleibt ihre geistige Flughöhe in aller Regel auf dem Level des im Kampf gesenkten Geweihes.












Und das, obwohl gerade diese beiden sich gegenseitig darin überbieten zu wollen scheinen, das Vorurteil zu bestätigen, wer im Alter noch links sei, habe keinen Verstand?
Also ehrlich: Lieber jemanden wie Erhard Eppler, bei dem man sieht, dass er mit dem Denken nicht vor 20 Jahren aufgehört hat…
Du bist prompt drauf angesprungen.
Ich finde beide einfach nur klasse! Über Eppler kann man reden. Nur bin ich im Gegensatz zu dir nicht so sicher, dass man ihm das ansehen kann. Ich habe manchmal eher das Gefühl, dass ihm das Denken schon etwas Mühe bereitet. Das war keineswegs bösartig gemeint. Persönlich gefällt mir jedenfalls Geißler am besten. Vor allem muss ich immer gleich daran denken, wie ich diesen Mann früher gehasst habe. So ändern sich die Menschen.
übrigens fällt mir noch ein CDU – Politiker ein, den ich heute ganz anders sehe als damals. Ich meine Jürgen Todenhöfer.