Worüber sich die Politiker doch manchmal so streiten. Die CSU hat vorgeschlagen, dass künftig die Nationalität von Straftätern öffentlich genannt wird. Die Begründung von Ramsauer (CSU-Landesgruppenchef):
Wir wollen die Wurzeln aufzeigen und deswegen in der Kriminalstatistik die Herkunft der Täter deutlich benennen, egal welchen Migrationshintergrund sie haben
Das betrachtet Volker Beck (Grüne) als “völkische Denke” und “den Versuch einer Ethnisierung sozialer Probleme”.
Ich würde zu gerne mal wissen, wer überhaupt dafür gesorgt hat, dass den Polizei- oder Presseberichten heute nur in selten Fällen zu entnehmen ist, welche Nationalität der oder die Täter hatten. Der Pressekodex regelt diese spezielle Frage wohl nicht.
Wenn es wirklich darum geht, Menschen vor Vorurteilen und letztlich ungerechter Behandlung zu schützen, ist dieses Verhalten, natürlich auch die Haltung Becks, absolut kontraproduktiv. Wir müssen lernen, insofern muss ich den CDU/CSU – Leuten widerwillig zustimmen, nicht an “politischer Korrektheit” zu ersticken. Ich fürchte, dass wir wirklich im Begriff sind, das zu tun.
Dieses bewusste Verstecken von Tatsachen ist es, worüber sich viele Leute aufregen. Zu Recht! Wenn jemand mit ausländischer Herkunft ein Verbrechen begeht, dann sollte dies genau so zu Kenntnis genommen werden, wie die Tat selbst. Dafür ist es aber erforderlich, dass wir korrekt und umfassend informiert werden. Ansonsten behalten nämlich die die “Meinungsführerschaft”, denen solche Verschleierungstaktiken doch nur in die Hände spielen. Oder wie wird in der Öffentlichkeit über diese Zusammehänge geredet? Aber zur Feststellung solcher Tatbestände müssten manche Politiker sich ab und an auch mal unters Volk begeben.













{ 13 Kommentare }
@Horst:
Unter´s Volk? Da kann ich doch nur höhnisch grinsen – da sind die nur, kurz bevor gewählt wird.
Danach geht´s wieder in den Elfenbeinturm – und da braucht man über die Auswirkungen von z.B. Hartz 4 “nich” nachdenken – weil man die da garnicht spürt… :-( (N)
@JürgenHugo: So ist, jedenfalls überwiegend.
OT: Du kannst übrigens noch einmal das Kommentar-Abo testen. Ich habe was geändert. Ein anderes Plugin. Mit dem, das ich verwendet habe, klappt es nicht. Liegt wohl an der Installation.
Das mit der E-Mail hat geklappt – ich habe zur Sicherheit bei beiden ein “Häkchen” gemacht
Außerdem, und das sollte man den grünen Schwätzern vielleicht mal mit dem Vorschlaghammer einbleuen, geht es (oder sollte es zumindest) nicht um eine ethnische Ächtung, sondern um die Entwicklung geeigneter Präventionsmaßnahmen, und da lässt sich halt nur dann was machen, wenn man über genügend Hintergrundinformationen verfügt.
Na Gilbert, die grünen Schwätzer lasse ich dir nicht durchgehen. Volker Beck und andere, die sich zu solchen Fragen äußern, werden das nicht tun, ohne dafür gute Gründe zu sehen. Ich halte es generell für sehr wichtig, dass es Menschen gibt, die auf eine gute Balance achten.
Denn selbstverständlich ist das Kind schnell mit dem Bade ausgeschüttet. Emotionen sind in solchen Debatten zwar selbstverständlich angelegt, sie sollten sie aber nicht bestimmen. In dem vorliegenden konkreten Fall ist für mich persönlich klar, dass die heutige Handhabung von Pressemeldungen oder Polizeiberichten deshalb falsch ist, weil sie eher Ressentiments gegen Ausländer fördert, als sie sie vermeiden helfen würde.
@JürgenHugo:
Danke für dein Feedback… Beide?? Blöd, dass man das nicht so einfach checken kann. Beim Admin erscheint nämlich überhaupt nix. Wie gesagt ein anderes Plugin. Mal sehen, ob ich herausfinde, woran das nun wieder liegt. Das ist wohl der Preis dafür, dass ich hier im Blog einfach zu viel Schick-Schnack ausprobiere. Da bleiben manchmal gewisse “Rest” hängen, die einem das Leben unnötig schwer machen. Aber das nehme ich in Kauf. Also, Danke noch mal für deinen Hinweis.
So JürgenHugo, jetzt aber. Jetzt steht’s nur noch einmal da…
@Horst:
Das mach´ ich doch gerne. Ich hätte noch 2 Tips/Hinweise: Wenn du schon “rumprobierst” – es wäre gut, wenn im Betreff der E-Mail nicht einfach “Ein neuer Kommentar wurde abgegeben” steht.
Bei Caschy z.B. steht da ein kurzer Hinweis auf den Artikel (bei diesem evtl. “Immer die Kanacken”) – da weiß man gleich Bescheid.
Ausserdem, wieso muss ich Name und E-Mail immer neu eingeben? Oder ist das nur nach deiner Umstellung nötig?
Ja, das ist der Preis für das neue Plugin, das ich installiert habe. Bei mir -weiß der Himmel warum- läuft das Plugin, das sonst fast überall eingesetzt wird (Subscribe To Comments) einfach nicht mehr. Ich habe schon alles mögliche ausprobiert. Ich finde die Einträge in die Datenbank nicht, die es ja nun eindeutig geben müsste. Vermutlich liegt in den Datenbankeinträgen der Hund begraben. Ursprünglich gehen die Schwierigkeiten aber darauf zurück, dass aufgrund der kürzlich aufgekommenen Behauptung, das Plugin könnte eine Abmahnung begründen, eine neue Version installiert wurde, die dieses verhindern soll. Gut, bei den anderen klappt das ja einwandfrei. Hier leider nicht. Wenn die Sache so zu lästig wird (ähnliche Klagen hatte ich schon bekommen), installiere ich auch dieses Plugin. Dann muss es eben ganz ohne gehen.
Ich bleibe trotzdem bei der Formulierung und bei dieser Meinung. Bei den Grünen geht es vorzugsweise darum, wogegen sie sind, aber nur äußerst selten, wofür sie sind, wobei sie dann konsequent einer sachlichen Diskussion aus dem Weg gehen, weil sie nämlich dann ihre Kontra-Liste mal mit der Realität konfrontieren und deutliche Abstriche machen müssten. Wir können das gerne mal an einem von dir gewählten Beispiel diskutieren. Die “guten Gründe” liegen vermutlich – wie bei allen Parteien – in der nächsten Wahl und dem Weg zu den vollen Geldtöpfen. Leute, die an der Sachlichkeit vorbei operieren, nennt man nun mal für gewöhnlich Schwätzer.
Und wie ich oben schon andeutete, Ressentiments wird es geben, so lange Ausländer kriminalstatistisch über die Stränge schlagen. Mit ehrlichen Statistiken könnte man sich wirklich mal überlegen, wie man dem Problem beikommt, anstatt ständig in Wolkenkuckucksheim zu operieren wie jetzt. Wenn sich durch geeignete Präventionsmaßnahmen die Statistik bereinigt, verschwinden die zugehörenden Ressentiments als Nebeneffekt.
Ehrlicherweise muss ich allerdings gestehen, dass ich nicht mehr an ein “Miteinander” mit den Ausländern glaube. Der Islam steckt in fast allen Belangen 600 Jahre hinter dem Christentum bzw. unserer sich daraus entwickelnder Gesellschaft fest und präsentiert sich gewissermaßen als ein Christentum für (geistig) Arme. Mit einer christlichen Gesellschaft des Spätmittelalters würde heute auch keiner mehr klarkommen. Wenn wir Glück haben, stabilisiert sich das auf US-Niveau, wo man als Mitglied einer Ethnie bestimmte Stadtviertel tunlichst nicht betritt. Wenn wir Pech haben, importieren wir gerade Auseinandersetzungen, wie wir sie ziwschen verschiedenen Ethnien überall auf der Welt beobachten können.
Du willst mir doch nicht erzählen, dass du nicht auch persönlich Ausländer kennst, mit denen du prima zusammenarbeitest oder befreundet bist. Dass es auch solche gibt, die Ärger machen, bestreitet keiner. Wenn es mit den anderen eben gut klappt, weshalb dann nicht mit vielen anderen, die hier leben? Vorurteile entstehen nur dann, wenn man wenig über den anderen weiß. Im Normalfall ist das jedenfalls so.
Wir brauchen, wie in jedem anderen Land, klare Regeln. An die haben sich bitteschön auch alle zu halten. Mir wäre es wichtig, die Dinge beim Namen zu nennen und nicht, wie in dieser Diskussion, in die Beck sich eingeschaltet hat, aus falschen Beweggründen, Dinge zu behaupten, die sich in der Realität einfach anders darstellen.
Mittlerweile werden die Menschen mit “Migrationshintergrund” bei praktisch allen Statistiken gesondert ausgewiesen. Und wenn es um angebliche Armut, Benachteiligung bzw. Chancengleichheit geht, dann stürzt man sich wie wild auf die ermittelten Zahlen und will daraus politische Schlüsse ableiten.
Bei der Kriminalitätsstatistik hingegen ist jeder gleich ein Ausländerfeind, der eine mögliche Korrelation beleuchtet haben will? Man mag von Herrn Ramsauer halten, was man will, aber das leuchtet mir nicht ganz ein.
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