Privatsache im französischen Kabinett

Rachida Dati

Rachida Dati | Foto: Wikipedia.de

Wäre sie nicht eine so hübsche Frau, hätten viele von der Geschichte wahrscheinlich gar keine Notiz genommen. Ich spreche von der französischen Justizministerin, Rachida Dati. Nun aber sind die Zeitungen voll von Berichten über die Geschichte der Politikerin.

Nur 5 Tage nach der Geburt ihrer Tochter ist sie wieder im Amt. Neben den wilden Spekulationen, um den Vater des Babys sorgen nun Frauenrechtlerinnen für zusätzlichen Ärger.

Da wird tatsächlich behauptet, das Beispiel der Ministerin sei dazu angetan, von Arbeitgeberseite “unerträglichen Druck” auf Frauen auszuüben. Es ist in den französischen Medien davon die Rede, Dati habe aus lauter Machtgier die “monströse Ausbeutung” der Arbeiterinnen in den 20er Jahren wiederholt, von denen jede fünfte in der Fabrik entbunden habe.

Offen gestanden halte ich solche Anschuldigungen für ebenso falsch wie die Behauptung, dass gesellschaftliche Normen immer noch sehr auf Männer ausgerichtet seien und Dati deshalb “keine Wahl” gehabt habe.

Ich vermute ja einfach folgendes: Dati macht ihr Job (trotzdem) Spaß und sie wollte vielleicht auch möglichst bald am Kabinettstisch den Vater ihres Kindes wiedersehen. Ist doch menschlich.