Selbst Unternehmen mit sehr guter Eigenkapitalquote haben im Moment Probleme, von ihren Hausbanken über einen “normalen” Kreditrahmen hinaus, Geld zu bekommen. Auch die Deutsche Bank verhält sich nicht anders! Selbst saisonale und leicht erklärbare temporäre Mehrbedarfe zu decken ist nicht leicht.
Gerade Josef Ackermann, der doch getönt hat, sein Institut brauche die Finanzstützen des Bundes nicht in Anspruch zu nehmen, wurde durch die neuen Nachrichten entlarvt. Er hat nicht die Wahrheit gesagt! Zumindest jedoch hat er sich so verhalten, wie man es von einem verantwortungsvollen Manager nicht erwarten kann.
4,8 Mrd. € Verlust macht sein Institut. Peanuts werden das für die Aktionäre wohl auch nicht mehr sein und, was ihn sicher sehr arg treffen dürfte, die Post soll einsteigen, um die gröbsten Probleme zu lösen. Kapital wird benötigt. Quasi eine Teilverstaatlichung der Deutschen Bank durch die “Hintertür”. Der Dax verlor nach Bekanntwerden des Milliardenverlustes 8%.
[important]Hier die Pressemitteilung der Deutschen Bank zum Fiasko.[/important]
Ackermanns Erklärung:
Das extrem schwierige Marktumfeld hat einige Schwächen in der Bank aufgezeigt
Komisch, klang das nicht noch vor kurzer Zeit ganz anders? Wenn es nach mir ginge, sollte Herr Ackermann nun wirklich den Hut nehmen. Er hat nicht die Wahrheit über die Lage seines Instituts gesagt, sondern hat im Gegenteil lange so getan, als sei die weltweite Finanzkrise für die Deutsche Bank kein Problem.












@Horst:
Hoffentlich kommt der gute Herr Ackermann da nächstes Jahr mit seinem Gehalt noch aus – wenn ihm die eine oder andere Mio. € fehlt…
Aber ich schätze mal, der wird das gar nicht merken – entweder weil ihm “gaanix” abgezogen wird – oder weil auch so genug übrig bleibt.
Vielleicht hat er sich ja auch eine “erfolgsunabhängige” Gehaltserhöhung vertraglich festschreiben lassen… (H)
Ich denke schon, dass ein beträchtlicher Teil von Ackermanns Einkommen ertragsabhängig ist. Bei diesen Leuten ist das auch gut so. Andererseits führen solche Komponenten auch schon mal dazu, dass ein Manager sich zu schnell von Personal trennt. Schließlich kann er mit solchen Maßnahmen an der Kostenschraube drehen und erzielt schnell Wirkung. Von Nachhaltigkeit kann man dann allerdings eher weniger sprechen.
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