Blogs sind nicht die Welt
Roberts Blogverkauf hat mich in den letzten Tagen doch sehr beschäftigt. Er, Robert, hat sich verabschiedet. Und, unglaublich aber wahr, das Leben geht weiter.
Gestern telefonierte ich mit einem ehemaligen Arbeitskollegen, mit dem ich heute noch freundschaftlich verbunden bin. Wir hatten ein paar Monate nichts voneinander gehört. Er erzählte mir, seine Frau und die beiden kleinen Kinder seien gerade in das neu gekaufte Haus eingezogen. Ich freute mich mit ihm und wünschte ihm und der Familie alles Gute. Gegen Ende dieses Gespräches sagte er mir, dass etwas Schlimmes passiert sei.
Unmittelbar vor Weihnachten hätten sie erfahren, dass seine Frau lebensgefährlich erkrankt sei. Das hat mich sehr erschüttert. Meine Gedanken kreisen um ihn und seine Familie. Wie unwichtig angesichts solcher Nachrichten doch viele andere Dinge werden.
Und dazu gehört sicher auch das Bloggen, das mir doch an für sich so viel bedeutet. Roberts Entscheidung hat bestimmt andere Gründe. Denken wir daran, dass es andere Dinge sind, die zählen. Selbst dann, wenn das eigene Blog 50k Euro einbringt.

Alper
Du hast natürlich recht. Es gibt so viele Dinge, die wichtiger sind, als der Verkauf von Basic Thinking. Und doch finde ich es gut, dass nicht immer über die traurigen Themen geredet wird. Irgendwo muss man sich ja auch ablenken können. Man sollte sich nur bewusst machen, dass es eben ein reales Leben gibt und sich nicht nur mit der virtuellen Materie auseinandersetzen.
Alles Gute übrigens für deinen Arbeitskollegen und seine Familie…
Alper´s letzter Blogbeitrag: Video: Wie es zur aktuellen Finanzkrise gekommen ist
Horst
Selbstverständlich soll nicht nur über traurige Dinge geschrieben oder geredet werden. Das wäre ja ganz schlimm. Wie gesagt, ich bin ja selbst ein ziemlich bekloppter Blogger. Ich will gar nicht darüber nachdenken, wie viel Zeit ich in dieses Hobby investiere. Aber man darf eben nicht vergessen, dass es sehr viel wichtigere Dinge gibt. Aber da sind wir wohl einig. Danke für deine Wünsche.